Die Luft für unethisches Verhalten wird dünner

21. 09. 2017

Koppelungsgeschäfte, Erfolgsgarantien, die Annahme von unangemessenen Geschenken, Bestechungen und Schwarzgeld, Mitarbeiterausbeutung und Gratis-Praktikanten: Die Liste unethischer Verhaltensweisen in der PR-Branche ist lang. „Habt ihr eh nix mit dem xxx-Skandal zu tun?“ Und: „Bietet ihr Fake Postings an?“ Oder: „Verlangt ihr auch 10.000 Euro für eine Pressekonferenz?“ Nein, haben wir nicht und tun wir nicht. Das beweist ganz aktuell unsere erfolgreiche spätsommerliche Rezertifizierung mit dem Österreichischen PR-Gütezeichen.

ikp ist seit mehr als einem Jahrzehnt nach dem globalen Consultancy Management Standard III zertifiziert und trägt seit seiner Einführung vor einigen Jahren das Österreichische PR-Gütezeichen. Unsere erfolgreiche Rezertifizierung Ende August 2017 ist für uns Anlass, „Ethik in den PR“ wieder einmal zu thematisieren.

Starkes Fundament
Als Strategieberater arbeiten wir direkt mit Unternehmensführern zusammen. Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind essenziell für langfristige Beziehungen. Daher geben wir als Agentur unseren Kunden und Partnern die Sicherheit, dass wir ethisch korrekt handeln. Es gibt in Österreich neben den gesetzlichen Regulatorien, deren Erfüllung sowieso außer Streit stehen muss, auch gute unabhängige Instanzen wie unsere Branchenverbände, die als Anlaufstelle bei Fragen rund um Ethik und Arbeitsqualität dienen und „Beschwerdebriefkästen“ wie den PR Ethikrat. Finden wir natürlich gut.

Freiwillige Selbstregulierung
Noch wichtiger ist uns aber die freiwillige Selbstregulierung über den Ehrenkodex des PRVA hinaus. Richtlinien für Arbeitsqualität und ethisches Verhalten von der Honorargestaltung bis hin zum Umgang mit Mitarbeiter/innen und Umweltschutz müssen nicht nur niedergeschrieben, sondern laufend aktualisiert und kommuniziert werden. Mitarbeiter/innen müssen sich dazu verpflichten, die Standards ihrer Agentur im Arbeitsalltag penibel umzusetzen – und sie müssen mit Konsequenzen rechnen, wenn sie sich anders verhalten.

Konkrete Richtlinien
Es ist unsere Aufgabe, unseren Teams das Rüstzeug in die Hand zu geben, diese internen Richtlinien auch auf den Boden zu bringen. Konkrete Vorgehensweisen in Situationen, die aus einem ethischen Blickwinkel heikel erscheinen, wie beispielsweise bei Angeboten zu Koppelungsgeschäften. Textbausteine und Argumentarien, die ihnen helfen, in solchen Situationen richtig zu reagieren. Damit ethisches Verhalten nicht nur graue Theorie bleibt, sollten die Prozesse in internen Workshops gemeinsam besprochen und anhand von Beispielen erklärt werden. Arbeitsqualität und Ethik werden immer wichtiger, und in Zukunft auch immer stärker die Entscheidung eines Auftraggebers für eine Agentur beeinflussen. Als einer der ersten stolzen Träger des Österreichischen PR-Gütezeichens dürfen wir uns zum Kreis jener Agenturen zählen, deren Qualität und seriöse Kommunikation auf den ersten Blick erkennbar ist.

Susanne Hudelist

Susanne Hudelist


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