Fake News: Stirbt die Wahrheit?

12. 04. 2018

Eine Studie der Europäischen Kommission hat sich kürzlich Fake News gewidmet. Sie bestätigt einige Zahlen, die auch wir in unserer ikp Studie zu dem Thema erhoben haben.

Der Begriff Fake News hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Schlagwort entwickelt. Dabei werden mit provokanten Schlagzeilen, gefälschten Bildern und ungestützten Behauptungen Lügen und Propaganda verbreitet. Das gefährliche an diesen Falschmeldungen ist, dass sie den Eindruck echter Nachrichten erwecken. Sie untergraben die Glaubwürdigkeit der Medien und schaden somit auch der PR Branche.

Eine Studie der Europäischen Kommission hat sich kürzlich dem Thema Fake News und Desinformation online gewidmet. Sie bestätigt einige Zahlen, die wir bereits Ende des letzten Jahres in unserer ikp Studie zum Thema Krisenkommunikation 4.0 und Fake News erhoben haben. Den Ergebnissen der Europäischen Kommission zufolge haben 37 Prozent der Befragten (fast) täglich mit Fake News Kontakt, 71 Prozent sind überzeugt, dass sie diese identifizieren können. 8 von 10 Personen sehen Falschmeldungen als ein Problem in ihrem Land und in weiterer Folge auch als ein Problem für die gesamte Demokratie. Doch wer ist letztendlich dafür verantwortlich, die Verbreitung falscher Nachrichten zu verhindern? Sind es die Leser (die die Inhalte teilen), die Journalisten, die Plattformen? Laut Studie sollten vor allem Journalisten (45 Prozent), nationale Behörden (39 Prozent) und PR Fachleute (36 Prozent) dafür einstehen.

Vertrauen als Basis

Im Zusammenhang mit Falschmeldungen spielt auch das Vertrauen eine zentrale Rolle. Am vertrauenswürdigsten sind laut Studie der Europäischen Kommission nach wie vor die traditionellen Medien: Radio (70 Prozent), TV (66 Prozent) Print (63 Prozent). Auch diese Ergebnisse decken sich mit jenen der ikp Studie. Wenig überraschend ist, dass 15- bis 24-jährige eher Nachrichten und Informationen vertrauen, die sie online gefunden haben, als ältere Generationen. Für die PR Branche bedeutet das also, dass trotz des Hypes um Social Media und „Neue Medien“ die traditionellen Medien nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Denn sie spielen in der Informationsbeschaffung noch eine wesentliche Rolle und werden das auch in Zukunft tun.

Um die Fallen von Fake News zu vermeiden, ist es vor allem wichtig ein breites Spektrum an Medien zu nutzen, bei denen bestimmte Qualitätsstandards eingehalten werden. Qualitativer Journalismus und professionelle PR haben also längst nicht ausgedient.

Alle Ergebnisse der Studie der Europäischen Kommission finden Sie hier, die Ergebnisse der ikp-Studie zum Thema Krisenkommunikation und Fake News finden Sie in Ausgabe 05/2017 der PRspektiven.

Fotocredit: pixabay

Christina Prechelmacher

Christina Prechelmacher


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