Corporate Blog als Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation

04. 10. 2019

Corporate Blog als Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation

Für eine nachhaltige digitale Kommunikationsstrategie stellt ein Corporate Blog den zentralen Ausgangspunkt dar. Im Blog oder Newsbereich laufen alle Informationen zusammen, von hier aus werden Social Media-Kanäle und Newsletter gespeist sowie SEO-Maßnahmen gesetzt.

Ein Corporate Blog kann als sicherer Hafen für den eigenen Content gesehen werden. Denn ein Unternehmen hat nicht nur die vollständige Kontrolle über die Inhalte, sondern auch über den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Inhalte bleiben so lange bestehen, wie das Unternehmen das möchte – während Social Media-Inhalte oft schon nach kurzer Zeit wieder aus den Feeds verschwinden. Ein paar durchschnittliche Zahlen gefällig? Die Lebensdauer von Facebook-Posts beträgt 5 Stunden, bei Instagram 21 Stunden, bei LinkedIn 24 Stunden und bei Twitter gar nur 18 Minuten. Blogposts haben mit 2 Jahren (!) die höchste Lebensdauer.

Google belohnt den „Freshness“-Faktor

Damit eine Website ein wirkungsvolles PR- und Marketing-Instrument darstellt, muss sie zuerst einmal gefunden werden – der wahrscheinlichste Weg ist über eine Suchmaschine. Hat eine Website viele verschiedene Unterseiten in Form von Blogposts, stärkt das auch die Haupt-Domain und wirkt sich auf das Google-Ranking positiv aus. Die Übersichtlichkeit der Website wird davon nicht beeinträchtigt, da sich alles innerhalb des Blogbereichs abspielt. Durch die regelmäßige Aktualisierung mit neuen Inhalten sorgen Blogs langfristig für ein besseres Suchmaschinenranking und damit für eine höhere Sichtbarkeit des Unternehmens und seiner Produkte im Internet. Google nennt diesen Rankingfaktor „Freshness“.

Aufgrund der steigenden Anzahl an Inhalten im Web sind allerdings auch die Anforderungen an Blogs gestiegen. Einfach nur irgendetwas ins Netz zu stellen, reicht nicht mehr aus, um Google zu beeindrucken. Klassische Produktaufzählungen sind zu wenig, besser ist es, Antworten auf wichtige Fragen und Einblicke in die Kompetenzen eines Unternehmens zu geben, Lösungsansätze für Problemstellungen und Herausforderungen in der Branche zu bieten sowie Erfahrungsberichte von Kunden zu veröffentlichen. Blogs eignen sich naturgemäß besonders gut für Storytelling.

Inhaltliche Relevanz und formale Kriterien

Neben inhaltlicher Relevanz als oberster Maxime müssen auch formale SEO-Kriterien beachtet werden. Das Linkbuilding bei Blogs fällt auf thematischer Ebene leichter als auf Produktebene und Keywords lassen sich deutlich breiter fächern. Der vermehrte organische Traffic kann im allerbesten Fall auch zum Viralitätseffekt führen, wenn User von einem Content so begeistert sind, dass sie ihn weiterempfehlen. Daher sollten Blogs auch unbedingt Interaktivität und die Möglichkeit bieten, Blogposts zu verschicken, zu liken oder zu teilen.

Blogs sind so vielseitig wie kaum ein anderes Kommunikationsinstrument. Sie geben einem Unternehmen ein Gesicht, eine persönliche Note und schaffen die Grundlage für nachhaltiges Vertrauen. Sie sind im Idealfall dynamisch und bieten dem Interessenten immer wieder neue Inhalte. Verschiedene Content-Formate wie Bildergalerien, Videos oder Infografiken unterstützen dabei, die Inhalte abwechslungsreicher zu gestalten.

Als Dreh- und Angelpunkt aller Kommunikationsmaßnahmen können Blogs nicht nur sämtliche Aktivitäten aus anderen Kanälen bündeln (Videos durch YouTube-Embeddings, Facebook und Twitter durch eine Social Wall), sondern auch Social Media-Kanäle und E-Mail Newsletter, die übrigens viel zu früh totgesagt wurden, regelmäßig und unkompliziert mit Content speisen.

 

Weitere Blogbeiträge zu diesem Thema:

 

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Titelbild von Bruno Figueiredo bei Unsplash.

Ines Schmied-Binderlehner

Ines
Schmied-Binderlehner


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