Corporate Influencer oder wie Mitarbeiter zu Markenbotschaftern werden

15. 10. 2020

Corporate Influencer oder wie Mitarbeiter zu Markenbotschaftern werden

Haben Unternehmen ihre Mitarbeiter früher durch Shirts oder Rucksäcke mit Firmenlogo den Unternehmensstolz nach außen tragen lassen, entdecken sie nun vermehrt die Zugkraft der Social Media Kanäle. Mitarbeiter als Corporate Influencer verleihen einem Unternehmen ein Gesicht. Denn Menschen vernetzen sich lieber mit anderen Menschen als mit Marken.

Corporate Influencer liegen im Trend. Sie sollen sowohl der Unternehmenskommunikation nützen als auch den HR, die sich schwer damit tun, ihre Zielgruppen zu erreichen. Denn Firmen produzieren zwar jede Menge Content, doch die Inhalte stoßen nicht immer auf die erhoffte Resonanz. Corporate Influencer können dabei helfen. Das Versandunternehmen OTTO hat bereits 2017 erkannt, dass Mitarbeiter, die leidenschaftlich von ihren Aufgaben erzählen, die Bewerberzufriedenheit steigern und das Arbeitgeberimage positiv beeinflussen. Deshalb bildete das Unternehmen Mitarbeiter zu Jobbotschaftern aus. Mittlerweile sind 200 Mitarbeiter – etwa auf Konferenzen, via Social Media oder in Bewerbungsgesprächen – als Jobbotschafter für OTTO im Einsatz.

 

People follow people

Warum der Einsatz von Corporate Influencern funktioniert, ist im Prinzip ganz einfach: Menschen interessieren sich mehr für andere Menschen und deren Geschichten und Meinungen als für reinen Corporate Content. Während Unternehmen sich verständlicherweise immer von der besten Seite zeigen möchten und viel werblich kommunizieren, wirken echte Mitarbeiter glaubhafter – egal, ob es sich dabei um die Zielgruppen potenzielle Bewerber oder um die Kunden handelt. Auch innerhalb des Unternehmens wirken die Influencer und sind für die Kollegen inspirierende Vorbilder. Sie steigern die Identifikation aller Mitarbeiter mit dem Unternehmen und tragen die Botschaften ihres Unternehmens authentisch in ihr persönliches Umfeld.

 

Glaubwürdige Multiplikatoren

Corporate Influencer berühren die emotionale Ebene. Was sie darüber hinaus noch tun: Sie lassen ihre Follower hinter die Kulissen blicken. Und damit liefern sie reale Geschichten. Sie bieten etwa Einblicke in laufende Projektarbeiten, Teamaktivitäten oder im beruflichen Kontext besuchte Veranstaltungen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Mitarbeiter in den Fokus zu stellen. So können sie für einen Tag die firmeneigenen Social Media Accounts wie Twitter, Instagram und Facebook übernehmen und Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben – und zeigen so im Idealfall, dass sie Freude an Ihrer Arbeit haben und stolz auf ihre Tätigkeiten sind.

Eine zweite Option ist das Posten von Unternehmens-Content auf den privaten Social Media-Kanälen der Mitarbeiter. Hier kann ein Posting-Leitfaden als Stütze dienen, in dem Taggings und Hashtags festgelegt werden, um Inhalte für eine möglichst breite Masse sichtbar zu machen und so die Reichweite zu erhöhen.

Fazit: Im Corporate Influencing steckt viel Potenzial, das genutzt werden will. Fakt ist: Die eigenen Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter. Niemand kennt Produkte und Dienstleistungen besser, niemand weiß mehr über Kunden und Konsumenten, niemand ist mit mehr Leidenschaft und Authentizität dabei. Unternehmensbotschaften bekommen dadurch ein Gesicht und werden authentischer, ansprechender und individueller.

 

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Titelbild von Mateus Campos Felipe bei Unsplash

Julia Ruff

Julia
Ruff


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