COVID-19 goes digital

06. 04. 2020

COVID-19 goes digital

COVID19-Pandemie: Vor einiger Zeit war das noch ein unbekannter Begriff. Nun begleitet uns die Krankheit auf Schritt und Tritt. Bestimmt sogar unser Leben. Unseren Alltag. Doch wir würden nicht im Jahr 2020 leben, wenn das nicht der perfekte Anlass für neue Apps, Gadgets und Trends wäre.

 

#iamcorona

In den Sozialen Medien gehen Hashtags wie #quarantineandchill, #staythefuckhome und #schauaufmichschauaufdich durch die Decke. Kaum ein Posting aus dem Homeoffice, der Quarantäne oder der häuslichen Isolation wird mehr ohne diese Trend-Hashtags veröffentlicht. Es gilt sich mit dem Corona-Hype anzustecken. Aber ausschließlich digital und in den Social Media-Kanälen. Denn viele leisten ihren Beitrag und bleiben daheim. Klar, dass das mit Familie und Freunden aber vor allem mit der Online-Community geteilt werden muss.

Die Einen legen Wert auf Sport und eine gesunde Ernährung, andere bringen ihr zu Hause auf Vordermann. Wieder andere nutzen die zusätzliche Zeit und stürzen sich in eine schier unendlicher Homeworkout-Session. Da können wir uns nach Corona auf gesunde Körper, sexy Beachbodies und saubere Wohnungen freuen. Die digitale Welt sorgt nicht nur für Unterhaltung in Zeiten des Coronavirus, sondern hilft aktiv die Verbreitung der Krankheit einzudämmen.

 

Stopp Corona

Das Rote Kreuz Österreich leistet mit seiner „Stopp Corona“-App einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Ende Juni wurde Version 2.0 veröffentlicht. „Es bedurfte noch letzter Anpassungen an die neuen Schnittstellen von Apple und Google,“ sagte Michael Zettel, CEO von Accenture Austria zu ORF.at.  

Die User werden nach Installation der App – übrigens kostenlos im App- und Play-Store für alle zugänglich – sofort animiert das digitale Tagebuch aktiv zu nutzen. In wenigen und einfach erklärten Schritten wird die Applikation dem Nutzer erklärt. Und das ist kinderleicht: Betritt der User einen öffentlichen Raum (Supermarkt o.ä.), kann er mithilfe des „Digitalen Handshakes“ seine App aktivieren. Alle Personen, die sich im Umfeld von wenigen Metern befinden und auch die App nutzen, werden digital „notiert“. Fertig. Sollte eine dieser Personen an COVID-19 erkranken und dies in der App melden – absolut anonym natürlich – werden User, welche mit der infizierten Person in „Kontakt“ waren, umgehend informiert. So soll die Verbreitung bzw. Ansteckung mit dem Coronavirus verringert werden. Zusätzlich können und sollen Nutzer im Falle einer Erkrankung oder eines Verdachtes ihren Status melden – noch bevor ein Test gemacht wird. Dieses Feature steht im Anforderungsprofil des Roten Kreuzes ganz oben. Damit kann das Smartphone schnell zum Lebensretter werden. Zudem sind in der App Antworten auf zahlreiche FAQs enthalten.

Der Datenexperte Max Schrems hat die App auf Herz und Nieren getestet und stellt im Ö3-Interview ein positives Zeugnis aus: „Die Daten werden nur lokal gespeichert, nirgends zentral hinterlegt und jeder User schreibt sein eigenes Tagebuch. Nur im Falle einer Erkrankung werden die Daten analysiert. So wird lediglich eine ID-Nummer – die jeder User erhält, sobald er die App heruntergeladen hat – gespeichert. Diese dient dazu, die Nutzer wieder zu identifizieren. Also kein Big-Data Projekt und völlig unbedenklich in Sachen Datenschutz.“

Unser Fazit: Simpel aufgebaute App, die kaum technisches Know-How voraussetzt und damit fast keine Barriere für jegliche Altersgruppe darstellt. Kein Wunder also, dass bereits über 100.000 Personen die App nutzen. Well Done, Rotes Kreuz!

 

Bring! mir was mit

Mehr Spaß beim Einkaufen verspricht die Schweizer App „Bring!“. Der digitale Einkaufszettel kann mir Freunden, Familie – oder zu Corona-Zeiten auch mit bedürftigen Personen – geteilt werden. Zudem ist die App nicht nur am Smartphone zugänglich, sondern funktioniert auch als Desktop-Version und arbeitet sogar mit Amazon Alexa oder Google Home zusammen.

Die Applikation ist einfach aufgebaut, wird ständig erweitert und sieht zudem hip aus. In der Shopping-App können verschiedenste Einkaufslisten geführt und mit unterschiedlichen Personen geteilt werden. Damit ist nicht nur der Einkauf für das nächste Gartenfest oder für den Kühlschrank zu Hause kinderleicht aufzuschreiben, auch jemand anderer kann den Einkauf problemlos erledigen. Schließlich hat man seine Einkaufsliste am Handy immer dabei. Aktuell kann die App auch Leben retten. So müssen beispielsweise nicht mehr Oma, Mutter und Sohn einkaufen gehen, sondern jemand erledigt den Einkauf für alle. Ergo: weniger Personen aus der Risikogruppe verlassen das zu Hause und ihre Ansteckungsrate sinkt weiter.

Unser Fazit: Die App ist einfach zu bedienen, spricht optisch an und ist auch über Corona hinaus ein hilfreiches Gadget für den Alltag. Zudem werden die Listen der Güter stetig erneuert, saisonal angepasst und intelligent auf das Nutzervehalten angepasst. Welcher Einkaufszettel erinnert einen sonst daran, dass Schokolade schon lange nicht mehr nachgekauft wurde?

 

Einladung zur Houseparty

Neben nützlichen Apps um den Alltag im Shutdown zu erleichtern, darf der Spaß und das Vergnügen nicht zu kurz kommen. Die App „Houseparty“ macht es möglich. Das kostenlose Gadget lässt Freunde, Familien und Paare noch enger zusammenrücken. Und das von daheim aus. App runterladen, Account erstellen und mit wenigen Klicks digital  zusammenkommen. So das Konzept. Der amerikanische Dienst ist nicht erst seit Corona beliebt, schon vor einigen Jahren schaffte es die App auf Platz eins der amerikanischen Downloadcharts.

Nur Videochats? Nicht mit Houseparty! Spiele wie „Wer bin ich?“ sind kein Problem für das Video-Genie. Zusätzlich erhält jeder User coole Sprüche, unnützes Wissen und animierende Zitate bei jedem Öffnen der App. Das bringt – besonders aus gegebenem Anlass – Spaß und Heiterkeit. Der Dienst saugt aber Akku und Datenvolumen en masse. Für alle, die zu Hause sind – und das sind zur Zeit die meisten von uns – kein Problem. Unterwegs wird’s aber schwierig. Leider macht der Dienst zudem immer wieder Schlagzeilen wegen Datenklau. Kurz gesagt: die Telefonate sind nicht anonym und werden aufgezeichnet. Das ist absolut uncool!

Unser Fazit: Eine coole App, die es sich lohnt anzuschauen aber mit Vorsicht zu genießen ist. Wir finden: lässige Idee, super Features, aber bitte noch einmal den Datenschutz überarbeiten, liebe Houseparty.

Madlen Dürr

Madlen
Dürr


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