Die Messe ist tot, es lebe die Messe!

19. 07. 2018

Die Messe ist tot, es lebe die Messe!

Zahlen sich Messen heute noch aus? Sind sie zeitgemäß und was hat mein Unternehmen langfristig davon? Diese Fragen stellten sich unterschiedlichste Unternehmen jedes Jahr aufs Neue. Doch entgegen zahlreicher Prognosen und Rückwarts-Trends nimmt die Messe nach wie vor eine wichtige Rolle in der B2B-Kommunikation ein.

Früher waren Messen Selbstläufer und ein „one fits it all“-Erfolgskonzept. Doch in Zeiten von Budgetkürzungen, gestiegenem Wettbewerb, Individualisierung und Digitalisierung wird das bisher dankbare Veranstaltungskonzept berechtigterweise hinterfragt. Nicht nur Aussteller müssen ihre Konsequenzen daraus ziehen, sondern auch die Veranstalter. Sie sind gefragt, die veränderten Bedürfnisse von Unternehmen und Besuchern miteinander zu vereinen. Eine Herausforderung, bei der sich die Spreu vom Weizen trennt.

Qualität statt Quantität

Vor Jahren war es noch State of the Art als Unternehmen bei jeder Messe dabei zu sein. Kein Termin wurde ausgelassen, bei den Platzhirschen musste die Standfläche größer, besser und innovativer als im Vorjahr und meist auch als der Mitbewerber sein. Manche sind diesem Anspruch treu geblieben, andere suchen sich ihre Plattformen nun gezielter aus. Ihnen stellt sich die Frage, ob und wo man überhaupt präsent sein muss. Hier sind die Messeveranstalter gefragt.

Ein großes Familientreffen

Es ist der persönliche Kontakt, der auf Fachmessen nach wie vor, oder sogar mehr denn je, gelebt wird. Unternehmen und Kunden suchen wieder das persönliche Gespräch. Auf der Messe gibt es endlich Zeit und Raum für Austausch fernab von anonymen Mails und Telefonaten. Oft wird unterschätzt, dass neben Innovationen, Image, Verkaufszahlen und Präsenz der zwischenmenschliche Austausch sehr wohl eine entscheidende Rolle spielt. Auf Messeständen werden außerdem Ideen geschmiedet und an Kooperationen gefeilt. In manchen Branchen muten Messen sogar wie große Familientreffen an. Denn nirgends lässt sich die Stimmung einer Branche besser einfangen als nach einem anstrengenden Messetag bei einer der zahlreichen Stand-Partys.

Messe und Digitalisierung ergänzen sich

Dieser persönliche Austausch ist wiederum für das Image des Unternehmens wichtig. Auf Messen können Aussteller ihre Stärken unterstreichen und ihre Serviceleistungen hervorheben. Digitalisierung hin oder her, erklärungsbedürftige Produkte und Systeme können besonders auf einer Messe einem breiten Publikum nähergebracht werden. Digitale Innovationen heben in manchen Branchen die Beratung auf ein neues Level. Komplexe Serviceleistungen können nur im persönlichen Austausch begreifbar und nützlich dargestellt werden. Auch Vorteile von Apps und anderen vernetzten Anwendungen, die einem die Arbeit erleichtern sollen, müssen zunächst veranschaulicht werden. Gewiss gibt es hier Generationen-Unterschiede, aber eine Messe bietet die Chance, Berührungsängste vor einer neuen Technik abzubauen.

Titelbild von Rob Bye bei Unsplash.

Katharina Kutsche

Katharina
Kutsche


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