Emoji-Guidelines: So klappt es mit den bunten Bildchen

12. 07. 2020

Emoji-Guidelines: So klappt es mit den bunten Bildchen

Ob Grinsegesicht, Daumen-hoch oder eine Aubergine: Emojis gibt es in allen möglichen Formen und zu allen möglichen Themen. Auch in der Unternehmenskommunikation werden sie inzwischen immer öfter eingesetzt. Es gibt aber auch einiges zu beachten, wenn man die kleinen Bilder richtig einsetzen will.

Mittlerweile sind Emojis aus unserem Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. Ob in privaten Textnachrichten, Social Media Posts, in der Werbung, oder sogar auf Artikeln wie Sitzkissen, Stickern oder Rucksäcken: Die gelben Gesichter und ihre Kollegen finden sich überall. Die Beliebtheit ist inzwischen in allen Altersgruppen groß und auch Unternehmen greifen immer öfter auf Emojis in ihrer Unternehmenskommunikation zurück, denn sie steigern das Engagement und vermitteln Emotionen unglaublich gut. Wir haben uns angesehen, was es dabei jedoch zu beachten gilt und die wichtigsten Guidelines zusammengefasst:

 

Emojis sind gut gegen Missverständnisse

Mit kaum einem stilistischen Mittel lassen sich Emotionen so leicht vermitteln wie mit Emojis. Sie sind schließlich dafür konzipiert, einfach Gefühle auszudrücken. Darum eigenen sie sich dafür auch am besten. Sie drücken auf kleinstem Platz viel mehr aus, als es ein langer Text könnte. Ein Smiley mit einem erröteten Gesicht wird beispielsweise viel schneller erfasst und weniger missverstanden, als das geschriebene Wort. Das ist nicht nur gut für Social Media, wo kurzen Texten der Vorzug gegeben wird. Auch in Mails und Nachrichten finden sie dadurch ideal Platz, weil sie Tonalität, Gestik und Mimik aus dem echten Leben imitieren und die gewünschte Wirkung unterstreichen.

 

Beziehungssituation ist der Schlüssel

Nur wann sind Emojis okay und wann nicht? Dazu sollte man sich erst die Frage stellen, in welcher Beziehung man zu demjenigen steht, dem man die Nachricht zukommen lässt. Bei einem vertrauten Umgang können Emojis meist problemlos eingesetzt werden. Ist man mit dem Empfänger oder der Empfängergruppe per „Du“ ist man fast immer auf der sicheren Seite. Bei einem förmlicheren Kontakt muss differenziert werden. Wie viel Humor versteht mein Rezipient? Kommuniziert er oder sie bzw. meine Zielgruppe viel mit mobilen Endgeräten oder sozialen Medien? Es hilft auch, sich die Altersgruppe anzusehen. Jüngere haben tendenziell eine höhere Akzeptanz für Emojis.

 

Für Emotionen Wow

Weil sie Emotionen so gut vermitteln, gilt für Emojis die Faustregel: Je emotionaler und humorvoller ein Text, umso mehr Emojis dürfen es sein. Auch sonst als steif verrufene Branchen können es versuchen und zumindest ein, zwei Emojis einsetzen, wenn es um unproblematische Themen geht. Das wirkt sympathisch und unterstützt dabei, den Geschäftsalltag aufzulockern. Die professionelle Unternehmenskommunikation kann schließlich von Humor profitieren.

 

Für Ernstes eher Mau

Will man sachliche Information vermitteln, gilt es besser sparsam zu sein. Emojis sorgen nämlich sonst dafür, dass der Text nicht mehr seriös wirkt. Ganz Tabu sind sie aber trotzdem nicht. So können sie zum Beispiel ganz gezielt eingesetzt werden, um die Härte einer Botschaft abzumildern: Ein trauriges Smiley vermittelt etwa Mitgefühl, ein Augenzwinkern nimmt gegebenenfalls etwas Ernst heraus.

 

Vorsicht bei kulturellen Unterschieden und Doppeldeutigkeiten

Nutzt man Emojis im internationalen Sprachgebrauch, gilt es Vorsicht walten zu lassen. Handgesten haben etwa international mehrere Bedeutungen. Wie die zum O verbundenen Zeigefinger und Daumen die bei uns als „Ok“-Zeichen gelten, in asiatischen Ländern, in Russland und Griechenland allerdings eine obszöne Geste sind. Am besten lässt man seine Texte inklusive Emojis in anderen Sprachen einen fähigen Übersetzer oder Native Speaker checken. Gewisse Symbole haben inzwischen aber auch eine eigene Doppeldeutigkeit entwickelt, weil es für gewisse Lebensbereiche keine Emojis gibt. So ist eine Aubergine nicht immer eine Aubergine 😜

 

Photo by Lidya Nada on Unsplash

Elisabeth Amann

Elisabeth
Amann


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