European Communication Monitor 2018: Was Kommunikationsprofis in Europa beschäftigt

24. 07. 2018

European Communication Monitor 2018: Was Kommunikationsprofis in Europa beschäftigt

Was beschäftigt die Kommunikationsbranche? Der European Communication Monitor 2018 wurde im Juni in Berlin präsentiert und zeigt: Fake News sind nach wie vor Thema, doch auch neue Trends sind auf dem Vormarsch.

3.096 Befragungen von Kommunikatoren aus 48 Ländern fasst der European Communication Monitor für das Jahr 2018 zusammen und evaluiert so die aktuellen Trends der PR-Branche. Wie schon in den letzten Jahren sind die Bereitstellung von Information, Führungspotenzial sowie der Umgang mit Stress und der digitalen Evolution unter den wichtigsten Themen der Kommunikationsbranche.

Spread the (Fake) News

Nicht neu und doch brandaktuell: Das Thema Fake News bleibt bei 65 Prozent der Befragten weiterhin Gegenstand hitziger Diskussionen. So war bereits fast die Hälfte (44,6 %) der Regierungen und öffentlichen Institutionen, allen voran in Russland (53,2%), mindestens einmal von Fake News betroffen, und auch ein Viertel (24,4 %) der PR-Praktiker sehen sich in ihrem täglichen Arbeitsalltag davon beeinflusst. Doch trotz aller Debatten über Fake News, die schon seit einiger Zeit stattfinden, sind die meisten Kommunikationsabteilungen und -agenturen nicht ausreichend darauf vorbereitet, gefälschte Nachrichten zu filtern: nur 12 Prozent haben entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Hier kommt die Rolle von PR-Profis ins Spiel: Gerade jetzt sind Unternehmen damit konfrontiert, sich gegen Fake News zu schützen und gleichzeitig ihre Reputation in der Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten. In der flüchtigen Welt der Medien wollen die Menschen Unternehmen und Marken, auf die sie sich verlassen können. So sind sich 39,5 Prozent der befragten PR-Praktiker einig, dass der Aufbau und die Pflege von Vertrauen zur wichtigsten Herausforderung in den nächsten Jahren wird. Hier kann der Einsatz von PR-Profis von Vorteil sein. Mit ihrer Expertise können sie Unternehmen dabei helfen, ihre Reputation und ihr Image langfristig zu stärken und zu verbessern, Präventionsmaßnahmen gegen Fake News zu treffen und auf eventuelle Krisensituationen vorzubereiten.

Media Screening als Schlüssel zum Erfolg

Wie behalten Sie den Überblick über die Flut an Informationen, die uns täglich erreicht? Für 64,7 Prozent der Kommunikationsexperten ist die Sammlung und Aufbereitung der Fülle an Schnellfeuer-Informationen eine Kernaufgabe, die zur Anerkennung und Positionierung der Kommunikation beiträgt.

Allerdings setzen sich die meisten Monitoringberichte nur aus Printmedien bzw. deren Onlineauftritte zusammen – tägliche Einblicke in das Geschehen in Sozialen Netzwerken werden eher selten aufbereitet. Bedenkt man, dass Fake News hauptsächlich über Soziale Medien in Umlauf gebracht werden (81,3 %), sollte der Umfang der Medienbeobachtung dringend überdacht werden.

Vertrauen schaffen, Zufriedenheit erhöhen

Ein weiterer Faktor, der für PR-Praktiker eine immer wichtigere Rolle spielt, ist das Vertrauen – und zwar wenn es um den Arbeitsplatz geht. Je größer das Vertrauen in die eigene Organisation, desto höher die Arbeitszufriedenheit und das Engagement. So geben 67 Prozent der befragten Kommunikatoren an, ein hohes Vertrauen in ihre Organisation zu haben.

Trotz stressiger Arbeitsphasen (vier von zehn Kommunikationsprofis fühlen sich im Arbeitsalltag gestresst) zeigen die Ergebnisse, dass Kommunikatoren in Europa mit 73,5 Prozent sehr zufrieden in ihrer Position sind. Am höchsten ist die Gesamtzufriedenheit bei Beratern oder Agenturen (79,0 Prozent). Neben Vertrauen sind auch vielfältige Aufgaben, Wertschätzung von Kunden und Vorgesetzten und Jobsicherheit wichtige Treiber für Arbeitszufriedenheit.

Alle Zahlen, Fakten und Daten des European Communication Monitor findet man hier.

Fotocredit: Pixabay / Mikro Grisendi


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