Damit es auch der Laie versteht – Fachthemen richtig kommunizieren

14. 05. 2020

Damit es auch der Laie versteht – Fachthemen richtig kommunizieren

Fachthemen und wissenschaftlich komplexe Inhalte so zu kommunizieren, dass sie auch Laien verstehen, ist nicht nur in Zeiten der Corona-Krise wichtig.

Wissenschaftler, aber auch Unternehmen und Organisationen sehen sich oft mit einem nicht unwesentlichen Problem konfrontiert: Sie sind abhängig davon, dass Menschen, die keine Experten auf den jeweiligen Fachgebieten sind, verstehen, was sie tun. Es ist etwa notwendig, dass die Allgemeinheit versteht, was der Nutzen der eigenen Arbeit ist um beispielsweise Forschungsgelder bewilligt zu bekommen oder schlichtweg den Verkauf eines komplexen Produkts zu ermöglichen. Das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichen Themen und dem Verständnis dieser von Laien wurde aber vor allem in der Corona-Krise brennend aktuell: Plötzlich standen nicht Superstars und Moderatoren im Rampenlicht, sondern Virologen und Epidemiologen und neueste Forschungsergebnisse sind ins Zentrum der Berichterstattung gerückt.

Nutzen im Auge behalten

Wie genau sollte die Kommunikation von komplexen Themen angegangen werden? Generell gilt es, sich klar zu werden, dass der Laie mit Fachausdrücken kaum etwas anfangen kann. Auch der wissenschaftliche Prozess, sollte er noch so revolutionär sein, wird von der breiten Masse kaum in dem Maß wertgeschätzt werden, wie von einem Fachpublikum. Für die Laien spielt vor allem eines eine Rolle: Was bedeutet es für das eigene Leben? Wenn also etwa eine neue Studie veröffentlicht wird, konzentriert sich die Kommunikation an die Öffentlichkeit am besten darauf, was sich daraus auf das Leben von Otto Normalverbraucher ableiten lässt. Es ist also bei einem konkreten Beispiel vorrangig bedeutend, welche Symptome ein Virus auslöst und erst in zweiter Linie, wie diese Symptome auf zellbiologische Ebene entstehen. Wissenschaftler aus dem Fachgebiet finden den zweiten Punkt vielleicht spannender, aber andere wollen einfach wissen, welche Auswirkungen sich auf ihr Leben ergeben könnten.

Verkürzte Inhalte: Fluch und Segen

Zum großen Problemfeld entwickelt sich außerdem vor allem das, ohne das Medien nicht leben können: Die Schlagzeile. Die Inhalte müssen kurz und prägnant auf den Punkt gebracht werden. Das ist gerade bei wissenschaftlichen Themen schwer. Drückt sich der Absender der Nachricht zu komplex aus, versuchen Journalisten dann oftmals die Neuigkeiten herunterzubrechen. Je nach Spezialisierung des Redakteurs funktioniert das manchmal besser, manchmal weniger gut. So ergeben sich schnell Headlines, die Dinge behaupten, die so gar nicht gemeint waren. Wir erinnern uns an die vielen Versprechen von baldigen Corona-Heilmitteln, die sich dann bei näherem Hinsehen als vage positive Forschungsprognosen herausstellten. Eine gut formulierte Überschrift in Pressetexten und klare Aussagen auf Pressekonferenzen und in –statements schaffen da Abhilfe. Im Idealfall überlegt man sich die klare Formulierung bereits im Vorfeld genau.

Auf den Punkt gebracht

Um den Laien beim Verständnis weiter zu unterstützen, hilft es, auch nochmal alles in einer knappen Zusammenfassung auf den Punkt zu bringen. Für eine Presseaussendung bietet sich dafür auch eine Factbox an, die die wichtigsten Daten möglichst ohne Missverständnisse transportiert.

Elisabeth Amann

Elisabeth
Amann


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