„Hello World!“ – Tipps für internationale Kommunikation

05. 10. 2018

„Hello World!“ – Tipps für internationale Kommunikation

Raus aus dem Heimatmarkt, rauf auf die Weltbühne – wie klappt das aus Kommunikationssicht?

Vom kleinen Österreich in die ganze große Welt: Geht das überhaupt? Ja, das geht – und zwar ziemlich erfolgreich, wie renommierte heimische Unternehmen wie Getzner, Palfinger, Blum oder Doppelmayr tagtäglich beweisen. Wer seine Produkte und Dienstleistungen international vertreibt, darf auch die Kommunikation mit den Menschen anderer Länder nicht scheuen. Darum ist ikp pünktlich zum Start der Messesaison wieder auf internationalen Fachmessen und bei Veranstaltungen – wie beispielsweise mit Getzner auf der Verkehrsleitmesse InnoTrans in Berlin – vor Ort. Dort sind nämlich zahlreiche Journalisten aus aller Welt anzutreffen. Wie man mit ihnen am besten umgeht und auch sonst außerhalb des Heimatmarkts auf sich aufmerksam macht, haben wir in den folgenden Tipps und Tricks für internationale Kommunikation und Pressearbeit zusammengefasst:

Gib dem Unternehmen ein Gesicht

Wir starten mit einem Punkt, der zwar „oldschool“ klingt, aber auch in unserer digitalen Welt nicht außer Acht gelassen werden darf: Eine Botschaft einer mir bekannten Person hat mehr Gewicht, als die eines anonymen Konzerns aus dem Ausland. Auch mit Journalisten aus fremden Ländern besteht durchaus die Möglichkeit, sich auf einer persönlichen Ebene auszutauschen. Etwa bei einer Presseveranstaltung am Stand während einer internationalen Fachmesse. Wenn die nächste Presseaussendung kommt, denk der Journalist dabei vielleicht nicht zuerst an den Papierkorb, sondern erinnert sich an das nette Gespräch bei Kaffee und Snacks mit dem Geschäftsführer. Roadshows zu Redaktionen in ausgewählten Schwerpunktländern sind auch eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Dazu braucht es natürlich erst einen Überblick über die lokale Presselandschaft und eine professionelle Auswahl der Medien, entweder selbst recherchiert, oder über internationale PR-Netzwerke erarbeitet.

Suche verlässliche Partner

Geht es weiter weg oder ist die Sprache für den Kommunikationsexperten Neuland, muss das noch lange nicht das Ende einer persönlichen Kontaktaufnahme sein. Medienschulungen für Mitarbeiter des Vertriebs oder von Niederlassungen machen es möglich, auch kleine Zielgruppen auf der ganzen Welt zu bedienen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern kann dabei ebenso helfen. Mittlerweile sind auch persönliche Briefing- und Abstimmungstermine via Web – zum Beispiel per Skype – kein Problem mehr.

Kenne die lokalen Besonderheiten

Eines muss bei der internationalen Kommunikation klar sein: Was im Heimatmarkt funktioniert, funktioniert nicht automatisch auch im Rest der Welt. Unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Kulturen haben unterschiedliche Ansprüche. Ein Beispiel: Mit einer Facebook-Kampagne – und läuft sie vielleicht noch so erfolgreich in Europa – wird man in China nicht weit kommen. Dort heißt das beliebteste soziale Netzwerk WeChat und da wird nach anderen Regeln gespielt, als auf den vergleichbaren US-Plattformen (siehe auch WeChat – der chinesische Alleskönner).

Behalte deine Märkte im Auge

Und zu guter Letzt: Um Kosten und Nutzen von verschiedenen Aktivitäten realistisch abschätzen zu können, braucht es Messbarkeit. Die liefert eine internationale Medienbeobachtung. Dazu gehört auch ein Social Media Monitoring, das sich, im Gegensatz zur klassischen Beobachtung von Print, TV und Radio, relativ leicht international ausrichten lässt. Abgesehen von der Messbarkeit lässt sich die Meinung in einem Markt über ein Produkt oder ein Unternehmen durch eine Medienbeobachtung viel schneller darstellen. Und im Bedarfsfall kann so rechtzeitig reagiert werden.

 

Elisabeth Amann

Elisabeth
Amann


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