Humor ist gesund

25. 11. 2019

Humor ist gesund

Humor tut nicht nur unserer Seele gut, auch die professionelle Unternehmenskommunikation kann davon profitieren. Es gibt aber auch Fallstricke.

Wir fühlen uns mit Unternehmen eher verbunden, wenn wir das Gefühl haben, auf Augenhöhe mit ihnen zu kommunizieren, als von oben herab angesprochen zu werden. Genau diese Augenhöhe lässt sich leicht mit Humor erreichen. Humor macht einfach sympathisch. Vermitteln kann ihn ein Unternehmen auf ganz unterschiedliche Arten, etwa durch pointierte Twittermeldungen, lustige Videos oder GIFs und Memes als Kommentare auf Facebook-Postings. Auch Pressemeldungen dürfen lustig sein, wie viele gefeierte Aprilscherze beweisen. Grundsätzlich ist erlaubt, was Spaß macht – wenn auch mit ein paar Einschränkungen.

Ernste Themen unterhaltsam verpackt

Dabei können selbst scheinbar ernste Anliegen humorvoll verpackt werden. So ist ausgerechnet die Exekutive ein besonderes Beispiel für unterhaltsame Kommunikation. Die Polizei München bringt etwa jedes Jahr zum Oktoberfest unter dem Hashtag #wiesnwache die Webcommunity mit ihren Einsatzberichten zum Schmunzeln. Und auch die Wiener Polizei ermöglicht mit ihrem jährlichen Twitter-Marathon #24h133 ungewohnte und zum Teil sehr lustige Einblicke in ihre tägliche Arbeit. Dabei bleiben beide authentisch und schaffen es über die witzigen Anekdoten, wieder in Erinnerung zu rufen, dass hinter der „Institution Polizei“ echte Menschen stehen.

Humor ja, aber maßgeschneidert

Für Humor gibt es aber auch Grenzen. Wie im echten Leben ist er nicht immer gewünscht. Gerade in Krisenfällen ist es nur ein schmaler Grat zwischen entwaffnendem Charme und dem Abdriften zum Pietätlosen. Hier ist jede Menge Fingerspitzengefühl gefragt und wer sich unsicher ist, sollte im Ernstfall lieber auf den Ernst setzen und seine Ansprechpartner unaufgeregt und umfassend informieren. Wichtig ist, sein Zielgruppe zu kennen, um die richtige Art der Gags auszuwählen, die man anwendet. So ist politischer oder schwarzer Humor vielleicht für manche witzig, doch andere fühlen sich dadurch beleidigt. Es kommt auf darauf an wie sich der Absender sehen will. Ein Beispiel: Was man dem Autoverleih Sixt – bekannt für seine bissigen Sujets – durchgehen lässt, fände man etwa bei einer staatlichen Behörde unpassend. Und von einem unangebrachten Posting ist es bis zum Shitstorm nicht mehr weit.

Ein Witz mit Ziel

Eine weitere Gefahr ist, vor lauter Spaß den Sinn fürs Wesentliche zu verlieren: Auch wenn die geteilten Katzenbilder noch so lustig sind – wenn sie keinen Bezug zum Unternehmen und seiner Produkten haben, werden sie keinen Mehrwert für die Kommunikation bringen. Ein gutes Beispiel für Humor mit Produktfokus ist der Amerikanische Burgerbrater Wendy’s. Das Unternehmen ist berühmt berüchtigt dafür, vor allem auf Twitter Spaßmacher zu sein und auch mal die Konkurrenz ein wenig vorzuführen. Doch auch wenn die Beiträge lustig sind, haben sie immer einen Bezug zu den Produkten und aktuellen Aktionen. Und die Information für die Kunden kommt nicht zu kurz. Fragen werden gewissenhaft und zeitnah beantwortet, wenn auch mit einem kleinen Augenzwinkern.

Wichtig ist, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Der eine oder andere Witz darf dann auch mal auf die eigenen Kosten gehen. Letzten Endes gibt es nur einen Leitsatz, der immer zu beachten sein sollte: Lache mit deinen Kunden, nicht über sie.

Elisabeth Amann

Elisabeth
Amann


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