i bims! 1 nicer Blogbeitrag vong ikp her – Jugendsprache

29. 01. 2020

i bims! 1 nicer Blogbeitrag vong ikp her – Jugendsprache

Von brexiten, Oida und swag: Wir haben für euch die wichtigsten Facts zur Jugendsprache gesammelt und uns angesehen, wie praxistauglich diese im PR-Alltag sind.

Jugendliche sind eine vielversprechende Zielgruppe – sie sind schließlich die Konsumenten von morgen. Warum sie also nicht auf Augenhöhe ansprechen? Ganz so einfach ist das allerdings nicht und manchmal wird eher über das Ziel hinaus geschossen, wenn es darum geht, dass Unternehmen die Jugendsprache in ihre Marketing-Welt einbauen wollen. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Jugendsprache sehr schnell ändert und dass es mit dem Kennen der richtigen Worte nicht getan ist.

Net brexiten, Oida!

Was sind überhaupt die „richtigen“ Worte? „Brexiten“ ist etwa das österreichische Jugendwort des Jahres 2019. Man Brexitet, wenn man behauptet zu gehen und dann doch noch bleibt. Alles klar soweit? Wie jedes Jahr sorgt das Jugendwort also auch dieses Mal für Schmunzeln, wie auch für Kopfschütteln. In der Vergangenheit wurden etwa „Oida“, „Selfie“, „whatsappen“, oder die grammatikalisch fragwürdigen „Hallo, I bims!“ und „Was ist das für 1 Life!“ gekürt. Nicht ganz zu Unrecht stellt sich die Frage: Reden die Jugendlichen tatsächlich so?

Die Sprache als Meme

Gerade das diesjährige Jugendwort des Jahres ist ein Beispiel dafür, dass man die Prämierung nicht allzu ernst nehmen sollte. Genauso wenig wie die Jugendlichen sich gegenseitig im täglichen Sprachgebrauch des „brexiten“ bezichtigen, wird einem auf der Straße kaum ein ernstgemeintes „I bims“ unterkommen. Solche Begriffe und Sprüche sind zu einem großen Teil aus Internetmemes und der Populärkultur entstanden. Es sind schlicht und ergreifend Insiderwitze unter den Jugendlichen. Darum sollten sie auch mit einer guten Prise Humor zum Einsatz kommen.

Das peinliche Gefühl

Und genau hier liegt der entscheidende Punkt, der dafür verantwortlich ist, ob Jugendsprache glaubwürdig eingesetzt wird, oder nicht: Erkenne ich den Witz? Welche Wörter kann ich ernsthaft in den Mund nehmen und welche muss ich mit einem deutlichen Augenzwinkern benutzen? Und sollte ich von manchen Ausdrücken nicht doch besser die Finger lassen? Jugendliche reagieren oft irritiert, wenn jemand ihre Insiderwitze nutzt, der darauf eigentlich keinen „Anspruch“ haben sollte. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht jetzt an das peinliche Gefühl, das er damals hatte, als er seine Lehrer das erste Mal „cool“ sagen hörte, oder wenn die Eltern mit einem verschmitzten Grinsen fragten, ob man jetzt „abshaken“ würde… Und nicht anders geht es den Jugendlichen heute, wenn „die alten Säcke“ aus der Marketingabteilung rufen: „Lass uns ein Selfie machen, Bruder!“.

Aufmerksamkeit um jeden Preis?

Werbung mit Jugendsprache kann funktionieren. Und sie generiert auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Allerdings muss man sich darauf einstellen, gemischte Reaktionen hervorzurufen. So war etwa die Empörung groß, als Mattel verkündete, seinen Spieleklassiker „Scrabble“ auf „Buchstaben YOLO“ umzubenennen. Zwar handelte es sich dabei um einen Werbegag, dennoch hielten sich die positiven Meldungen dazu in Grenzen. Auch die deutsche Sparkasse, Vodafone oder Burger King haben bereits mit der Vong-Sprache experimentiert. Alle drei sorgten für viel Buzz im Netz. Dabei fällt auf: Während sich beim bekannten Burgerbrater die negativen Kommentare in Grenzen hielten, wurden die kritischen Stimmen bei der als eigentlich konservativ geltenden Sparkasse lauter – und zwar nicht nur von der älteren Userschaft, sondern auch von Jugendlichen, die offen an der Seriosität der Bank zweifelten. Auch die Vodafone-Kampagne fanden die meisten auf Twitter eher peinlich als cool.

Genervt statt erfreut

Eine Studie aus dem Jahr 2017 zeigte: Die Mehrheit der befragten Deutschen war zum Befragungszeitpunkt – am Höhepunkt des Vong-Hypes – von der Jugendsprache genervt. Zumindest der Anteil, der überhaupt etwas mit dem Trend anfangen konnte. An älteren Personen ging der Hype teilweise komplett vorbei. Also besser die Jugendsprache sparsam, aber dafür richtig auspacken. Es empfiehlt sich, sich nicht nur alibihalber für den schnellen Werbegag mit dem eigenwilligen Slang auseinander zu setzen, sondern stattdessen wirklich darüber nachzudenken, was die Jugend bewegt. Auch die Arbeit mit einem Testpublikum bietet sich an, um zu sehen, ob man auf der richtigen Seite des schmalen Grades zwischen witzig und peinlich steht – und zwar am besten auch mit einem Testpublikum in der richtigen Altersgruppe. Oder man bindet die junge Zielgruppe gleich bei der Erstellung der Inhalte mit ein. Nur sollte man gewarnt sein: Bei der älteren Bevölkerung kann das Ergebnis dann manchmal für 1 nicht so nices Kopfschütteln sorgen.

Elisabeth Amann

Elisabeth
Amann


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