Innovation: Wie man die entscheidende Triebkraft planbar macht

Symbol video 20. 08. 2019

Innovation: Wie man die entscheidende Triebkraft planbar macht

Pioniere wie Google, Amazon oder Facebook machen deutlich, dass Innovationen die Grundlage für Wettbewerbsvorteile in Unternehmen sind. Damit Innovation überhaupt möglich ist, braucht es aber die richtigen Rahmenbedingungen und eine positive Fehlerkultur.

Wenn man Innovation wörtlich nimmt, handelt es sich dabei um Neuerungen oder Erneuerungen. Eigentlich ist es aber viel mehr als das: Innovationen können auch Vereinfachungen oder Verbesserungen von bestehenden Dingen oder Lösungen für komplexe Probleme sein. Ob das nun Schuhsohlen aus 3D-Druckern, ein Sport-Hijab für Kopftuchträgerinnen oder Ampeln am Boden sind – Innovationen sind in jedem Bereich möglich.

Oft wird dabei angenommen, dass Innovation immer auf der Genialität des Einzelnen beruht. Das ist gar nicht so falsch: Viele Innovationen sind tatsächlich durch den genialen Einfall einer einzigen Person oder sogar durch Zufall entstanden. Potenziell kann aber jeder erfinderisch sein und Neues schaffen – es sind nicht nur ein paar wenige Auserwählte, die kreativ sein können.

Innovation möglich machen

Obwohl Innovation schwer planbar ist, kann sie in Teams gefördert werden. Die Unternehmen müssen dazu aber die richtigen Bedingungen fürs Ideen-Entwickeln schaffen und die Führungskräfte genauso überzeugt und begeistert daran arbeiten wie das Team. Eine Möglichkeit ist, den Mitarbeitern in Form eines Ideenraums, flexibler Arbeitsräume oder Versuchslabore Raum zu geben und ihnen Plattformen zur Verfügung zu stellen. Auch interne Netzwerke stimulieren: Mitarbeitern erlauben, neue Verfahrensweisen auszuprobieren, ihre Projekte, Zielvorgaben und Arbeitsräume selbst zu gestalten und ihnen zuhören – das schafft Motivation und Kreativität. Außerdem: Mutig sein, Fehler zulassen und auch ertragen! Angst vor Fehlern ist eine der größten Blockaden für Motivation und Ehrgeiz. Schließlich kann man aus Fehlern auch immer wieder etwas Neues lernen.

Geistesblitz ≠ Innovation

Innovationen bestehen aus mehr als nur einer guten Idee: Sie haben zwei große Knackpunkte. Einerseits braucht man selbstverständlich die Erfindung, die Entdeckung von etwas Unerwartetem und Neuem. Doch das alleine ist noch kein Garant für eine erfolgreiche Innovation. Eine Idee ist nichts wert, wenn man sie nicht auch umsetzen, kommerzialisieren und vermarkten kann. Nicht viele Unternehmen können beides. Oft werden Innovationen auch schon in der Entstehung gestoppt. Damit Ideen gedeihen können, muss man über den Tellerrand hinausschauen und bestehende Regeln infrage stellen. Veränderung zu erwarten, ohne etwas zu verändern, funktioniert nicht. Bürokratie, Kontrolle, erdrückende Administration und Formalitäten sind daher die natürlichen Feinde von Innovation. Besonders für erfolgreiche Unternehmen ist es oft schwierig, ihren bestehenden Kurs zu ändern, denn: Warum von etwas Funktionierendem abweichen?

Innovationen im PR-Bereich

Auch im PR-Bereich gibt es Formen von Innovation. Ein Bereich sind die neuen Technologien: Softwares, Tools oder Systeme, die die bestehenden Prozesse vereinfachen oder verbessern. Diese können entweder zugekauft oder sogar selbst entwickelt werden. Der zweite Bereich ist Wissen: Öffentlichkeitsarbeit ist kein Produkt, das sich der Kunde aus einem Regal nehmen und käuflich erwerben kann, sondern es handelt sich bei PR um eine Dienstleistung. Um gute PR anbieten zu können, ist es deshalb unbedingt erforderlich, immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Fazit: Innovationen sind nicht nur Genies vorbehalten, jeder kann innovativ sein und Neues schaffen. Dazu braucht man nicht nur eine gute Idee, sondern man muss auch wissen, wie man diese vermarkten und kommerzialisieren kann. Um Innovationen zu ermöglichen, müssen Führungskräfte dahinterstehen, die Mitarbeiter fördern und hin und wieder auch von bestehenden Konzepten abweichen. Denn oft sind es kleine Veränderungen, die in den Unternehmen große Wirkung zeigen.

 

Titelbild von Michal Jarmoluk bei Pixabay

Rebecca Chromy

Rebecca
Chromy


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