Kooperationen mit Influencern – Influencer Marketing

05. 03. 2018

Kooperationen mit Influencern – Influencer Marketing

Egal ob YouTuber, Blogger oder Instagramer – der Hype um die Social-Media Stars lässt nicht nach. Fast jede/r hat schon einmal auf Empfehlung eines Influencers etwas gekauft.

Für die junge Zielgruppe geben diese Vorbilder oft den entscheidenden Kaufimpuls. Viele Unternehmen wollen weg von den klassischen Werbeformen hin zu moderneren, wie die Zusammenarbeit mit Influencern. Diese wird auch Influencer Marketing genannt. Doch wie schafft es ein Unternehmen den/die richtige/n Meinungsbildner/in für seine Produkte oder seine Marke zu finden, der/die diese auch wirklich repräsentieren kann?

Wie starte ich eine Kooperation mit einem Influencer?

Wenn ein Unternehmen sich für eine Kampagne mit einem oder mehreren Influencern entschieden hat, müssen wichtige Dinge geklärt werden: Das Unternehmen muss sich genau überlegen, was will ich mit dieser Kooperation erreichen? Welcher Meinungsbildner kann mein Unternehmen und damit die eigene Marke authentisch repräsentieren? Welcher Influencer erreicht meine gewünschte Zielgruppe? Was für eine Reichweite hat ein Blogger/eine Bloggerin, auf welches Themengebiete ist diese/r spezialisiert und was für eine Botschaft soll er/sie übermitteln? Das bedeutet auch sich zu überlegen aus welchem Land oder welcher Region der/die Influencer/in und auch seine/ihre Community kommt. Außerdem ist es wichtig, festzulegen, wie hoch das Kooperationsbudget für den/die jeweilige/n Blogger/in ist. Je größer die Reichweite des Meinungsbildners, desto tiefer muss in die Tasche gegriffen und das Influencer Marketing Budget belastet werden.

Wie finde ich den passenden Influencer?

Durch eine Recherche in den jeweiligen Sozialen Netzwerken, wie Instagram und Facebook, am besten unter einem thematisch passenden Hashtag, findet man ausreichend Beiträge von Personen, die zum gewünschten Thema bereits Inhalte produziert haben. Wichtig ist aber, nicht nur auf die Fanzahlen zu schauen, sondern auch auf die Interaktionen unter einem Beitrag. Es ist kein Geheimnis, dass Fans („Geisterfans“) gekauft werden können, deshalb zeigt die Interaktionsrate, wie viel Inhalt wirklich aktiv von den Followern angenommen wird. Manchmal empfiehlt es sich strategisch eher auch „Mikroinfluencer/innen“ zu setzen. Meist haben Influencer mit weniger Abonnenten eine größere Glaubwürdigkeit und eine Community, die sich wirklich für die Themengebiete des Bloggers interessieren. Gerade bei regionalen Kampagnen, sind die kleinen Blogger/innen eine gute Wahl.

Wie setze ich mich mit einem Influencer in Verbindung?

Social-Media-Größen mit einer hohen Reichweite bearbeiten Anfragen schon lange nicht mehr alleine, sie werden von spezialisierten Agenturen oder einem /Assistentin unterstützt, welche die Kooperationsanfragen abwickeln.
Die Kontaktinformationen sind meist direkt auf dem Blog oder in der Infobox zu finden, hier ist oft ausdrücklich erklärt, welche Email-Adresse für Kooperationsanfragen zu verwenden ist. Wichtig beim Erstkontakt ist es, den/die Influencer/in auf die Zusammenarbeit und vor allem die Marke/ das Unternehmen aufmerksam zu machen und dessen Begeisterung zu wecken.
Die Anfrage sollte, höflich, aber nicht zu hochgestochen geschrieben sein – Besser: Eine lockere Sprache kombiniert mit seriösem Auftreten. Es ist wichtig, sich immer im Hinterkopf zu behalten, dass die Influencer meistens relativ jung sind – also ein respektvoller Umgang mit einer Prise Coolness – kann nicht schaden 😉

Influencer Marketing – Wie geht’s weiter?

Es ist wichtig festzulegen, was das Unternehmen vom Influencer erwartet und wie dessen Arbeit vergütet wird: Wird einfach ein Produkt kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt oder fließt auch Geld, wenn ja wie viel? Hier kann man sich an der Anzahl der Fans und den Interaktionen orientieren, denn so kommt das Honorar für einen Influencer zustande. Der Inhalt der Zusammenarbeit und somit auch die des Postings bzw. des Blogbeitrages sind festzulegen. Ebenso wichtig ist dem/der Meinungsbildner/in zu sagen, was darf kommuniziert werden und was nicht: Fail Coral Influencer Kampagne. Vor der Veröffentlichung des Postings/Blogbeitrags, kann man sich den Inhalt für das Posting/Blogbeitrag/YouTubevideo zur Freigabe schicken lassen.

Kennzeichnungspflicht

Jede Kooperation muss vom Influencer als diese gekennzeichnet werden! Auch das Unternehmen ist verantwortlich dafür, dass der/die Blogger/in das auch macht. Bei Nichteinhaltung können hohe Strafen anfallen – siehe Rossmann Klage. Es reicht nicht Hashtag #ad neben einer Flut von anderen Hashtags in dem Beitrag einzubauen. Besser ist: In Kooperation mit XY, in freundlicher Zusammenarbeit mit XY, #werbung #sponsored #gesponsert.

Die Zusammenarbeit mit einem Influencer geht weg von der klassischen Werbeform, gibt aber die Möglichkeit gerade junge Personen und potentielle Kunden zu erreichen. Mit dem richtigen YoutTuber, Blogger oder Instagramer und einer guten Kampagne bietet das Influencer Marketing eine moderne Ergänzung zu klassischen Medien- und PR-Arbeit.

 

Katharina Schneider

Katharina
Schneider


Weitere Neuigkeiten

Umdenken als große Challenge

Umdenken als große Challenge

10. 01. 2020

Die Zukunft in der Kommunikation bringt viele Herausforderungen mit sich. Wie sehen Innovationen in der Branche künftig aus und welche Entwicklungen erwarten uns? Spannende ...

mehr lesen
Tradition trifft Innovation – mit gutem Geschmack zum Erfolg

Tradition trifft Innovation – mit gutem Geschmack zum Erfolg

20. 12. 2019

Ein wachsames Auge, Strategie und gute Geschmacksnerven – damit kreiert unser Kunde FRISCH & FROST seine Produktpalette.

mehr lesen
Lebe den Genuss. Fachkräfte-Recruiting in der Vorarlberger Lebensmittelindustrie

Lebe den Genuss. Fachkräfte-Recruiting in der Vorarlberger Lebensmittelindustrie

13. 12. 2019

Recruiting ist und bleibt ein wichtiges Thema. Sei es, um prinzipiell die offenen Stellen zu belegen oder aber, um die Richtigen und vor allem gute, ...

mehr lesen
Die Schattenseiten des Personenkults

Die Schattenseiten des Personenkults

12. 12. 2019

Menschen können in Zeiten von Influencern & Co. mehr denn je auch Marken sein. Und Unternehmen, Organisationen und Parteien können diese Marken fü...

mehr lesen
Auffallen um jeden Preis? Probiers mal mit Persönlichkeit!

Auffallen um jeden Preis? Probiers mal mit Persönlichkeit!

05. 12. 2019

Kreative Mailings und Redaktionsbesuche als gute, aber meist unterschätzte Möglichkeiten, um Kontakte zu pflegen oder neu aufzubauen.

mehr lesen
Warum Strategie nicht aus der Mode kommt

Warum Strategie nicht aus der Mode kommt

27. 11. 2019

Strategie-Experte Andreas Rath gibt Einblick in seine Arbeit und verrät, worauf es bei der Strategieentwicklung zu achten gilt.

mehr lesen
nach oben
ikp PR-Agentur Logo