Was zeichnet ein erfolgreiches Kundenmagazin aus?

24. 08. 2020

Was zeichnet ein erfolgreiches Kundenmagazin aus?

Wir haben uns angeschaut, warum Corporate Publishing immer noch wichtig ist und was erfolgreiche Kundenmagazine ausmacht.

Magazine spielen im Kommunikationsmix von Unternehmen nach wie vor eine wichtige Rolle, gerade weil die Digitalisierung vieler Lebens- und Kommunikationsbereiche Gegentrends fördert und hochwertige analoge Nischenmedien gefragt sind. Das zeigt sich auch beim Best of Content Marketing Award, bei dem die besten Arbeiten im Bereich Corporate Publishing und Content Marketing ausgezeichnet werden. Von den fast 600 eingereichten Projekten wurden dieses Jahr insgesamt 53 mit Gold ausgezeichnet, fünf davon in der Kategorie Magazine Business to Business und neun in der Kategorie Business to Consumer. Zwei von ikp Wien und ikp Salzburg konzipierte und gestaltete Medien – Tragwerk, das Magazin des Bauteileherstellers Schöck Österreich und Kontraste, das Stakeholder-Magazin des Tourismusverband Saalfelden Leogang – wurden im Vorjahr beim Mercury Award ausgezeichnet. In den PRspektiven – dem Magazin für Kunden und Partner von ikp werden regelmäßig Kommunikationstrends analysiert und aktuelle Cases vorgestellt und diskutiert.

Drei Erfolgsfaktoren haben besonders gut gemachte Medien gemeinsam. Zum einen heben sie sich durch ihre optische und haptische Qualität ab. Zum anderen überzeugen sie durch ihre visuelle Umsetzung – Bildgeschichten, aufwendige Illustrationen, Comics und Infografiken werden mehr denn je eingesetzt. Und zum Dritten sind sie nützlich, da sie informativ, hintergründig und unterhaltsam sind oder Fragen aus den gemeinsamen Welten von Absender und Empfänger beantworten. Auch wenn diese Fragen so nicht immer gestellt werden und die erzählten Geschichten mit hoher journalistischer Handwerkskunst und Kreativität umgesetzt werden. So stellt ATLAS, das Kundenmagazin der Gebrüder Weiss, in der Ausgabe 13/2019 mit dem Titelthema „normal“ unter anderem die Frage, wie ein normales Frühstück aussieht und zeigt eine Auswahl mit Vormittagsimbissen aus aller Welt.

Optische und haptische Qualität

Was die ausgezeichneten Magazine eint, sind ihre Vorlieben für ungestrichene bzw. Naturpapiere und für außergewöhnliche Formate. Das bereits erwähnte ATLAS, das weltweit vertrieben wird, erscheint im Format 224 x 306 mm. Die englischen Übersetzungen werden auf eigenen Seiten im einem anderen Format gedruckt und sind durch farbiges Papier gut unterscheidbar. Kaum ein Medium erscheint ohne partielle Drucklackierung auf der Titelseite und auch die Fadenheftung wird wieder gerne eingesetzt. Besonders eindrucksvoll gestaltet ist das Magazin CROSSING der Volkswagen Group. Hier wird der Kern mit einem Faden gebunden und dann in den Mantel eingeklebt. Titelthema der Ausgabe 4/20 ist Post-Urban und diskutiert die Zukunft des Planeten zwischen Ballungszentren und dem Land.

Visuelle Vielfalt

Mein Tirol“, das Magazin der Tirol Werbung, wurde ausgezeichnet, weil es „Originell von vorne bis hinten, in Optik, Themenwahl und Leserführung“ daherkommt. Arbeitet der Tourismustitel vorrangig mit Fotogeschichten und Bildstrecken, so beeindrucken andere Preisträger vor allem durch den Gestaltungsmix. Auffällig ist der Trend zu Illustrationen und Graphic Novels, wobei oft einzelne Heftteile in unterschiedlichen Layouts gestaltet werden. Weitwinkel, das Magazin der Union Investment Group, bietet im ersten Heftteil Lesegeschichten, die mit Illustrationen und Zeichnungen aufgelockert werden. Im zweiten Abschnitt werden Reportagen aus der Finanzwelt klassisch mit Fotos erzählt. Interessant ist vor allem der Wechsel von Geschichten mit Farbfotos und solchen mit Bildern in Schwarz/Weiß. Die Jury fasst zusammen: „Ein Augenschmaus mit einem feinen Sinn für das Aparte.“

Nutzen stiften

Erfolgreiches Content Marketing zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Inhalte für die Leser nützlich sind. Die Bandbreite ist dabei groß, so können einzelne Beiträge eher informieren, andere Hintergründe erklären, unterhaltsam sein oder Werte und Haltungen vermitteln. ATLAS zeigt nicht nur im Untertitel, was die Welt bewegt. In der Ausgabe 13/2019 wird Michael Fuchs portraitiert, der normalste Mitarbeiter bei Gebrüder Weiss. Allerdings gibt es diesen Kollegen so gar nicht. Aber die fiktive Person aus errechneten Durchschnittswerten liefert die Grundlage für acht Kurzportraits von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die stolz über ihre Arbeit sprechen. Und ganz nebenbei wird demonstriert, wie Gebrüder Weiss zu Diversität und kultureller Vielfalt steht.


Kurzprofile einiger ausgezeichneter Magazine

ATLAS

  • Herausgeber: Gebrüder Weiss Gesellschaft
  • Erscheinung: Zweimal jährlich
  • Umfang: ca. 90 Seiten
  • Auflage: ca. 10.000 Exemplare – Deutsch und Englisch
  • Zielgruppe: Kunden
  • Begründung der Jury: „Mut, der belohnt wird! Sehr moderne Gestaltung kombiniert mit einer Fotosprache, die authentisch wirkt. Erfrischend, authentisch, wagemutig und nicht permanent um sich selbst kreisend.“

 

Mein Tirol

  • Herausgeber: Tirol Werbung
  • Erscheinung: Zweimal jährlich
  • Umfang: ca. 100 Seiten
  • Auflage: ca. 40.000 Exemplare
  • Zielgruppe: Kunden
  • Begründung der Jury: „Originell von vorne bis hinten, in Optik, Themenauswahl, Leserführung. Sehr gute Darstellung der lokalen Lebenswelten.“

 

Weitwinkel

  • Herausgeber: Union Investment Group
  • Erscheinung: Zweimal jährlich (Juli und Dezember)
  • Umfang: ca. 80 Seiten
  • Auflage: ca. 5.000 Exemplare, zusätzlich ca. 5.000 Downloads als E-Magazine
  • Zielgruppe: Institutionelle Investoren
  • Begründung der Jury: „So funktioniert ein haptisches, optisches und inhaltliches Premium-Lesevergnügen! Ein Augenschmaus mit einem feinen Sinn für das Aparte.“

 

 

 

 

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