Lebe den Genuss. Fachkräfte-Recruiting in der Vorarlberger Lebensmittelindustrie

13. 12. 2019

Lebe den Genuss. Fachkräfte-Recruiting in der Vorarlberger Lebensmittelindustrie

Recruiting ist und bleibt ein wichtiges Thema. Sei es, um prinzipiell die offenen Stellen zu belegen oder aber, um die Richtigen und vor allem gute, neue MitarbeiterInnen für das Unternehmen zu gewinnen. Wie erreichen wir AbsolventInnen, Leute mit der gewünschten Berufsausbildung oder andere Fachkräfte? Ist das Unternehmen am Jobmarkt nicht sichtbar oder die ganze Branche zu wenig stark am Radar der Jobsuchenden vertreten, wird es noch härter, die offenen Lücken zu schließen.

Willkommen in der Welt der Lebensmittel

Vor eben dieser Herausforderung stand und steht auch die Fachvertretung der Vorarlberger Lebensmittelindustrie (VLMI) in der Wirtschaftskammer. Der Arbeitsmarkt gilt speziell im Westen Österreichs und mit der Nähe zur beruflich lukrativen Schweiz als „trocken“. Dazu kommt eine rege Konkurrenz um Fachkräfte auf betrieblicher Ebene ebenso wie unter den verschiedenen Branchen. Was also tun?

Die Wahrnehmung der Vorarlberger Lebensmittelindustrie als interessanter und potenzieller Arbeitgeber sowie insgesamt als erfolgsversprechende Branche soll gestärkt werden. Und dafür liegen eigentlich beste Voraussetzungen vor:

  • Die Anzahl an Unternehmen der Lebensmittelindustrie in Vorarlberg ist größer als viele vielleicht glauben, dennoch eine überschaubare Einheit.
  • Fast alle Mitglieder haben starke und bekannte Marken aufgebaut.
  • Es gibt einige wenige, dafür aber große und auch international bekannte Betriebe wie Rauch Fruchtsäfte, Ölz Meisterbäcker, Mondelez (Milka), Pfanner Fruchtsäfte oder 11er Nahrungsmittel im Tiefkühlsegment;
  • Es gibt einige lokal äußerst erfolgreiche Produzenten: etwa Vorarlberg Milch, Rupp Käse, Tann oder die großen Brauereien Mohren, Fohrenburger, Frastanzer oder Egger;
  • Es gibt eine Gruppe kleinerer Betriebe, die eher weniger bekannt, aber dennoch sehr innovativ und erfolgreich sind, wie z.B. Breganzia Konserven, Vorarlberg Mehl oder Gastina Fertiggerichte.

Die Unterschiede bei den Betrieben spiegeln sich, wenig überraschend, auch bei den Berufsbildern und vielfältigen Job-Möglichkeiten wieder. Das macht eine branchenübergreifende, schlüssige HR-Kommunikation natürlich etwas schwieriger. Die Betriebe bieten sehr einschlägige Berufe an (z.B. LebensmitteltechnikerIn, MilchtechnologeIn, BäckerIn oder Brau- und GetränketechnikerIn), genauso wie allgemein sehr bekannte und auch beliebte Berufe (z.B. z.B. ElektortechnikerIn, IT-TechnikerIn, MetalltechnikerIn oder MaschinenführerIn), die aber noch zu wenig mit Unternehmen der Lebensmittelindustrie in Verbindung gebracht werden.

Junge, attraktive Kampagne mit Blogger-Charakter

Zum einen sollen mit einer jungen, attraktiven Kampagne mit Blogger-Charakter die junge VLMI, v.a. Jugendliche und potenzielle Lehrlinge, erreicht werden. Diese sprechen wir durch gekonntes Storytelling in den wichtigsten Online- und Social-Media-Kanälen an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bewegtbild-Kommunikation.

Außerdem wird die Kampagne durch klassische PR-Maßnahmen als Trustelement aufgewertet. Das heißt: Stärkung der Wahrnehmung der Vorarlberger Lebensmittelindustrie als Branche und deren Bedeutung durch klassische Medien. Zielgruppen sind hier die Vorarlberger Bevölkerung allgemein sowie verstärkt Ältere, Job-Wechsler und damit potenzielle Fachkräfte anderer Branchen.

Sara, die Jobtesterin

Kernelement der noch jungen Fachkräfte-Kampagne zu Unterstützung des Recruitings in der Vorarlberger Lebensmittelindustrie bildet in einer ersten Phase vor allem eine Video-Serie mit Sara als Jobtesterin. Sara absolviert dabei einen „Probetag“ in jeweils unterschiedlichen Berufen und unterschiedlichen Betrieben der VLMI. Unter dem Hashtag „schaffa go“ (Dialekt für „arbeiten gehen“) werden ihre Erfahrungen und Eindrücke darüber hinaus auf Instagram aufgegriffen und multipliziert.

Die Erfolgsaussichten

Der Einsatz von Bewegtbild bedeutet zwar einen gewissen Aufwand. Videos eignen sich aber sehr gut, um die Botschaften direkt und lebendig an die gewünschte Zielgruppe zu vermitteln. Das trifft gerade auch auf die Lebensmittelindustrie mit ihren bekannten Marken zu. Die Branche punktet mit viel Sympathie, was auch schon im Slogan „Lebe den Genuss“ und dem herzförmigen Apfel im Logo Ausdruck findet.

Bernhard Tschann

Bernhard
Tschann


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