Medientraining: Experten im Interview

22. 11. 2019

Medientraining: Experten im Interview

Die Insolvenz-Profis des KSV1870 trainieren mit ikp den Umgang mit Journalisten und schärfen ihre Positionierung als Experten. Unterschiedliche Interview-Settings und Trainingstechniken geben Raum für Experimente.

Ein großer Familienbetrieb ist insolvent, viele Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage und die Wirtschaftskraft einer ganzen Region leidet. Unternehmenspleiten sind sensible Themen in der Kommunikation und das Tagesgeschäft des KSV1870 (Kreditschutzverband von 1870), eine der führenden Wirtschaftsplattformen Österreichs. In einem zweitägigen Medientraining mit ikp Salzburg trainierten die Insolvenz-Experten des KSV1870 ihre wichtige Aufgabe als Kommunikatoren.

Die Kamera lügt nicht

Insolvenzverfahren, Risikomanagement, aktuelle Wirtschaftsthemen – im Medientraining wurde Augenmerk daraufgelegt, die Einschätzungen und Auskünfte der KSV1870 Experten zu komplexen Themen in „mediengerechte Happen“ zu portionieren. Im Mittelpunkt stand ein intensives Interview-Coaching. Die Teilnehmer wurden von einer Journalistin mit schwierigen Fragen gelöchert, während ein Trainer und eine unbestechliche Video-Kamera beobachteten. Kernstück des Trainings ist konstruktives Feedback und das Üben von stressreichen Situationen. Mit videounterstützten Übungen kann besonders gut auf Körpersprache, Mimik und Sprachmuster eingegangen werden.

Positionierung als Experten

Die Spezialisten erklären komplizierte Themen und Prozesse verständlich und seriös – genau deshalb sind sie gefragte Ansprechpartner. In der Pressearbeit bringt die Positionierung als Experte viele Vorteile und einige Herausforderungen. „Der Experte“ wird von Journalisten oft zur Recherche befragt und als Ideengeber herangezogen. Aufgabe ist es, Fachwissen verständlich zu vermitteln und die Branchenfachsprache zu übersetzen. Bei schwierigen Inhalten steigt die Bedeutung von kommunikativer Kompetenz.

Im Dialog mit den Medien

Erfolgreiche Pressearbeit orientiert sich an den Bedürfnissen der Medienpartner. Ein wichtiger Teil der Weiterbildung lag deshalb bei den Anforderungen von Journalisten. Was braucht der Redakteur für eine gute Geschichte? Unter welchen Bedingungen arbeitet er? Spielerischer Rollenwechsel ist eine effiziente Möglichkeit, um die Motive und Anforderungen des Dialogpartners besser kennenzulernen. So wurden beim Medientraining mit ikp aus den Insolvenz-Experten für kurze Zeit Journalisten, auf der Jagd nach einer guten Story. Das bessere Verstehen des Gegenübers ist nicht nur bei Interviews hilfreich, sondern auch bei der Planung von Themen-Schwerpunkten und einer Kommunikations-Strategie.

Konnten wir Ihr Interesse an unserem Medientraining wecken? Hier finden Sie uns.

Titelbild: © ikp

Christian Schernthaner

Christian
Schernthaner


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