MindFAQ mit ikp – oder wie Blogger wirklich ticken

10. 09. 2018

MindFAQ mit ikp – oder wie Blogger wirklich ticken

Weiße Sneakers, hochgekrempelte Hosen und schrille, ausgefallene Accessoires soweit das Auge reicht – herzlich Willkommen beim ersten MindFAQ mit ikp. Was dieser MindFAQ ist, was Influencer wirklich wollen und was Unternehmen daraus lernen können, anschließend.

Am Montag, den 10. September fanden sich rund 20 Blogger und Influencer der Vorarlberger Bloggerszene bei uns in Dornbirn ein. Ein bunter Haufen aus unterschiedlichen Themenbereichen – das wird auf jeden Fall spannend, da waren wir uns sicher. So war es dann auch: Ideen wurden bei kühlen Cocktails und leckeren Nascherein aus der Candy- und Saltybar ausgesponnen. Wer macht was, wer kennt wen und wer kann was gar nicht ab. All diese und viele weitere Fragen klärten alle Besucher in lockerer Atmosphäre bei ausführlichen und spannenden Gesprächen. Und was wir daraus gelernt haben?

Authentizität ist uns DAS Wichtigste

Immer wieder haben wir gehört, dass es den Bloggern wichtig ist authentisch zu bleiben und sich nicht zu verstellen. Auch auf die Gefahr hin, dass die eine oder andere Kooperation dann eben nicht klappt oder abgesagt werden muss. Der Content, der verlangt wird muss ins Profil passen und soll die Follower nicht verschrecken. Beispielsweise würde ein Posting auf dem Instagram Profil auffallen, welches ein Produkt direkt im Zentrum des Bildes zeigt, wenn sonst hauptsächlich Landschaftsaufnahmen gezeigt werden. Denn dann erreicht das Foto genau das Gegenteil, was sich der Kunde eigentlich wünscht. Das Bild wird als nicht ehrlich gesehen und die Glaubwürdigkeit des Bloggers und somit des Produkte angezweifelt.

Wissen, was wir so machen

Genau das kann vermieden werden, wenn sich der Kunde den Blog, das Instagramprofil oder den YouTube-Channel vor der Anfrage genau studiert. Er soll den Content und die Inhalte kennen und verstehen, was der Blogger seinen Lesern vermitteln will. Wenn die Zielgruppe zur eigenen identisch ist, steht einer guten Kooperation fast nichts mehr im Wege. Die Fakten auf den Tisch und alle wissen, wohin man arbeitet. Briefings sind oft verschachtelt formuliert und der Output des Bloggers passt dann nicht zu den Erwartungen des Unternehmens, beklagten einige. Also alle Erwartungen ansprechen, Bildlook formulieren und den Stil des Textes festlegen. Soll dieser in Interviewform, werblich oder im Kolumnenstil gehalten werden? Dennoch den kreativen Machern freie Hand in der Umsetzung lassen, soweit wie möglich.

Siezen verboten

Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wünschen sich viele Blogger eine erste Kontaktaufnahme via E-Mail, um sich erst selber einen Überblick verschaffen zu können und bereits im frühen Stadium der Kooperation auszusieben und zu entscheiden, ob die Chemie stimmt. Ein anschließendes Telefonat, Treffen oder eine Skype-Konferenz helfen offene Fragen zu klären. Das Du ist dabei obligatorisch, absolut gern gesehen in der Bloggerwelt und definitiv dem Sie bevorzugt. So ist die Kommunikation gleich viel persönlicher und man begegnet sich auf einer Ebene.

Das No-Go schlechthin

Was aber „auf keinen Fall geht” und absolut out ist, sind versteckte Partnerschaften. Unternehmen, die ihre Kooperationen buchstäblich unter den Teppich kehren und nicht kennzeichnen wollen. Das funktioniert 2018 nicht mehr. Harte Worte, aber das ist es, was immer noch versucht wird. Dort steigen – zumindest nach unseren Gesprächen – alle aus, denn das ist rechtlich bedenklich und für sie alles andere als authentisch. Und das ist es doch, was alle Blogger sein wollen. Zwar mögen sich dadurch manche Unternehmen vor den Kopf gestoßen fühlen, jedoch kann eine Zusammenarbeit mit dem Profi helfen, um aufzuzeigen, dass Influencer nicht nur Werbe-Sprechpuppen sind. Für Agenturen als Vermittler zwischen Unternehmen und Influencer bedeutet das, dass auf Kooperationspartner – wenn diese sorgfältig ausgewählt werden – Verlass ist, wenn es um den Anspruch auf Authentizität geht. Wird von Anfang an transparent geklärt, was sich beide Seiten von einer Zusammenarbeit erhoffen, können Enttäuschungen vermieden werden und langfristige Partnerschaften entstehen.

Madlen
Dürr


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