Photoshop-Fails – wenn die Macht der Bilder zurückschlägt

18. 05. 2018

Photoshop-Fails – wenn die Macht der Bilder zurückschlägt

Politiker tun es. Mariah Carey auch. Kim Kardashian sowieso. Unüberlegt retuschierte Bilder können Shitstorms auslösen und das Image schädigen. Die Macht der Bilder wird gerade in Social Mediakanälen oft unterschätzt.

 

Wann ist ein Bild ein „gutes“ Bild? Jedes Jahr werden die besten Pressefotos ausgezeichnet. Dieses Jahr siegte beim World Press Photo das Bild von Ronaldo Schemidt. Es zeigt einen rennenden Jungen mit Gasmaske, dessen Oberkörper in Flammen steht und trägt den Titel „Venezuelas Krise“. Schemidt fotografierte den 28-jährigen José Victor Salazar Balza während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolás Maduro in Caracas im Mai 2017. Die Jury spricht von „klassischem Foto mit Energie und Dynamik“ und von „Bild mit hoher Symbolkraft“. Authentizität, Emotion, eine klare Botschaft – das macht ein gutes Foto aus.

Manipulation durch Retusche

Dass Bilder sehr wohl nicht immer authentisch sind, wissen wir aus der Werbewelt. Ohne Retusche läuft hier gar nichts. Der neue Trend: Um sich zum Beispiel eine schmalere Silhouette oder reinere Haut zu zaubern, verändern auch Celebrities mit Photoshop oder einfachen Apps wie Facetune gerne mal ihre Facebook- und Instagram-Bilder. Aber auch Politiker greifen zu diesem Stilmittel, wie ein jüngst  gepostetes Bild zweier hochrangiger österreichischer Politiker beim Abendessen zeigt. Im Nachhinein wurde ein Hintergrundbild ausgetauscht. Die Folgen waren Belustigung, Shitstorms und Imageschädigung. Denn die Community weiß Bescheid.

Macht der Bilder

Eindrücklich zeigen diese Beispiele eines ganz deutlich: die Macht der Bilder. Und wie sich Botschaften mit Bildern über (Soziale) Medien ausbreiten können. Ein Fakt, den sich die PR bewusst zu Nutze macht. Unser Credo lautet: kein Post, keine Pressemeldung, kein Webtext ohne passendes Bild. Denn Studien belegen: Zuerst sehen sich Leser das Bild an, lesen dann die Bildunterschrift, dann die Headlines eines Berichtes und entscheiden dann erst, ob sie den Beitrag überhaupt lesen. Auch Facebook-Posts mit einem oder mehreren Bildern erzielen höhere Aufmerksamkeit, somit eine bessere Interaktion und erreichen damit mehr Personen. Der Spruch „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ klingt zwar für manch einen abgedroschen, stimmt aber auch 2018 immer noch.

Bild mit Aussagekraft

Deshalb sind professionelle Bilder heute wichtiger denn je. Passt der Hintergrund, was spiegelt sich in Brillengläsern oder Dekoartikeln, was sagt das Bild aus – Profis wissen, worauf man vor Veröffentlichung achten sollte. Ein professionelles (Presse)Bild unterstreicht Botschaften, regt zum Nachdenken an oder ist ein Blickfang. Jedenfalls macht es eines: Es zeigt die Realität – vorteilhaft, aber unretuschiert.

Bildquelle:  João Silas on Unsplash

Eva Deschler-Einwaller

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Deschler-Einwaller

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