Pinterest 2.0 – Marketingtool 2018

14. 12. 2018

Pinterest 2.0 – Marketingtool 2018

Willkommen zurück in der rot-weißen Pinterest Welt! Nachdem nun alle Pinterest für den Eigengebrauch nutzen, widmen wir uns nun dem Thema „Pinterest für Unternehmen“. Macht es überhaupt Sinn die Suchmaschine extra mit Infos zu bespielen und wie funktioniert das überhaupt?

Pinterest ist definitiv ein B2C-Tool. In der Suchmaschine sind kaum Produkte für B2B zu finden. Wenn es dennoch gelingt, toller Nebeneffekt. Aber mal ehrlich, wer sucht auf Pinterest nach einer Gerüstverkleidung oder gar einer Seilbahn? Die Nutzer wollen Inspirationen, Lösungen und Ideen finden. Gerne grafisch und attraktiv aufbereitet.

Los geht’s mit Pinterest-Marketing

Um als Unternehmen auf Pinterest zu starten, erfordert es einen Businessaccount. Private Profile können umgewandelt werden, dennoch ist es sinnvoller gleich als Businessaccount zu starten. Private- und Unternehmensprofile haben vieles gemeinsam, dennoch unterscheiden sie sich. Das Unternehmensprofil bietet ein eigenes Analyse-Tool, welches nützliche Statistiken erstellt – völlig kostenlos. So erfahren Sie, wie Ihre Follower ticken und welche Pins bzw. Pinnwände funktionieren.

Und einmal in hübsch, bitte!

Damit das auch gelingt, müssen Pins für den User ansprechend präsentiert werden. Denn das amerikanische Netz lebt von schönen Bildern und Postings. Das Auge des Besuchers soll sich wohl fühlen.
Grafische Lösungen kommen bei den Pinterest Nutzern besonders gut an, denn man sieht auf einen Blick, was das Bild aussagt und wofür es hilfreich ist. Hilfreich? Ja genau, denn Pinterest soll zum Überraschen aller nicht als Social Media-Kanal gesehen werden: Es ist eine Suchmaschine, die ausschließlich von Bildern lebt.

Schritt für Schritt

Damit das Analyse-Tool jedoch funktioniert, muss Pinterest die eigene Unternehmenswebseite verifizieren. Wenn das erledigt ist, sind bekannte Social Media Schritte an die Reihe: Profilbild einfügen, Name auswählen, Kurzinfo zur Beschreibung anpassen, Ortsangaben machen und das Impressum ausfüllen. Wenn dann das Profil auch noch mit der Website und den Social Media-Kanälen verbunden ist, kann es endlich losgehen. Pinwände mit vielen Rich Pins erstellen und repinnen – lautet die Devise.

Je mehr, desto besser

Um erfolgreich zu starten, empfiehlt Pinterest mindestens 15 Pinnwände anzulegen und diese mit schönen, stimmigen Pins zu befüllen. Um Pinterest als Maketing-Tool zu nutzen, müssen die Pinnwände das Interesse der Kunden – oder noch besser die des Wunschkunden – abdecken. Nun geht es ans Befüllen der Boards: Mindestens 10 Pins pro Board sind für den Start empfehlenswert. Möglichst bald sollen diese aber auf 100 Pins ausgeweitet werden. Also fleißig pinnen und repinnen, denn nach Adam Riese sind das alleine 150 Beiträge zum Start. Das Bedarf einer guten Vorbereitung.
Vertikale Pins sind ein absolutes Muss. Horizontale oder gar quadratische Pins gehen auf Pinterest absolut unter. Ist der Pin dann noch in hellen, warmen Farben gehalten, werden sie öfter repinnt als dunkle Inhalte. Aber nicht zu vergessen, die Farben der Bilder, Garfiken o.ä. müssen natürlich zum CI passen. Idealerweise versieht man jedes noch so einfache Bild mit einer Grafik oder einem Overlay.

Der richtige Mix macht‘s aus

Da Pinterest kein soziales Netzwerk ist, sondern als visuelle Suchmaschine gilt, kommt man an SEO, sprich Suchmaschinenmarketing, nicht vorbei. Kurz und knapp: alle Beschreibungen mit aussagekräftigen Keywords bestücken, nur so werden Sie gefunden!
Um nicht in Vergessenheit zu geraten, gelten jedoch wieder die Regeln für Social Media: Je regelmäßiger gepinnt wird, desto mehr Nutzer werden auf den Account aufmerksam. Mit zehn Pins pro Tag ist man anfangs gut dabei. Steigerungen sind gerne gesehen und notwendig. Die Pins sollen auch über den Tag verteilt veröffentlicht werden – morgens, mittags, abends und in der Nacht. So werden die meisten User erreicht.
Um erfolgreich Pinterest Marketing zu betreiben, kommt man an einem Scheduling Tool nicht vorbei. Aktuell werden Tailwind oder BoardBooster empfohlen. Mit den Managementtools werden Pins im Umlauf gehalten, was wiederum für mehr Traffic auf der Website oder dem Blog sorgt.

Abschließend kann man sagen, dass Pinterest für Unternehmen eine tolle Möglichkeit bietet sich in einem riesen Online-Katalog kostenlos zu platzieren. Es wird eine Plattform geboten, in der Kunden ganz unbewusst auf schöne, ansprechende Bilder klicken ohne zu wissen, woher diese kommen. Doch es klingt einfacher als es ist. Zeitintensiv, Neu und völlig anders als andere Social Media-Kanäle und Suchmaschinen. Pinterest muss man verstehen oder lieben – oder so ähnlich.

 

Photo by Arnel Hasanovic on Unsplash

Madlen Dürr

Madlen
Dürr


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