18. 09. 2018

Pinterest – der neue heiße Scheiß!?

Pin It! Repin! Follow My Board! Für eingeschworene Pinterest-Nutzer sind das keine Fremdwörter sondern tägliches Vokabular. Was das Netzwerk von herkömmlichen Social Media-Kanälen unterscheidet und mit Google verbindet – hier erfahren Sie es.

Aber alles auf Anfang: Seit März 2010 ist Pinterest online und wird aktuell von mehr als 200 Millionen Usern genutzt. Das überwiegend von Frauen genutzte Portal wird zu 80% vom Smartphone oder Handy aus aufgerufen. Über 100 Millionen Pins warten in der rot-weißen Welt auf ihre Nutzer. Diese wollen gepinnt, regepinnt, gesammelt und vorallem auf den richtigen Boards zur Schau gestellt werden.

Sprechen Sie Pinterest?
Auf Pinterest herrscht eine ganz eigene Sprache als in anderen Social Media Kanälen. Aus Postings werden Pins, aus Profilen werden Boards und aus geteilten Inhalten werden Repins. Doch Follower bleiben Follower und Reichweite bleibt Reichweite. Somit bleibt auch das Ziel dasselbe. Soviele Follower wie möglich auf seinen Boards zu haben, die Botschaften des Unternehmens zu vermitteln und das Image der Marke stärken.

Und einmal in hübsch, bitte!
Damit das auch gelingt, müssen Pins für den User ansprechend präsentiert werden. Denn das amerikanische Netz lebt von schönen Bildern und Postings. Das Auge des Besuchers soll sich wohl fühlen.
Grafische Lösungen kommen bei den Pinterest Nutzern besonders gut an, denn man sieht auf einen Blick, was das Bild aussagt und wofür es hilfreich ist. Hilfreich? Ja genau, denn Pinterest soll zum Überraschen aller nicht als Social Media-Kanal gesehen werden: Es ist eine Suchmaschine, die ausschließlich von Bildern lebt.

Suchmaschine 2.0
Wo früher fast ausschließlich auf Google und Wikipedia gestöbert und gesucht wurde, landet man heute oft auf Pinterest. Besonders für Inspirationen ist die Plattform eine perfekte Basis. Denn alle Pins sind mit einem Link verknüpft und bringen den Nutzer sofort zu dem Artikel, einer Homepage oder Seite, wo man die Informationen findet, die ursprünglich gesucht wurden.
Gerade für Unternehmen mit vielen schönen und hochklassigen Bildern ist die Plattform ein geeigneter Kanal, um noch mehr Endkonsumenten zu gewinnen. Denn der User entscheidet meist in einem sehr frühen Stadium der Kaufentscheidung, ob ihm das Produkt gefällt. Denn die Fotos oder Pins sagen zu oder tun es eben nicht.
Wer zum Beispiel Rezepte für eine Buffet bei einer Geburtstagsparty sucht, ist auf Pinterst genau richtig, denn das Auge isst bekanntlich mit. So findet man Gerichte, welche besonders schön aussehen. Mithilfe des verknüpften Links, gelangt der User dann zum Rezept. Bevor der User aber entscheidet ob das Gericht überhaupt zubereitet werden kann, hat sich sein oder ihr Gehirn idealerweise bereits für die Speise entschieden – und das alleine durch die Optik.

Mehr ist mehr.
Je mehr Boards ein Nutzer anlegt und diese auch ansprechend pflegt, desto erfolgreicher ist er oder sie auf Pinterest. Um voll durchzustarten, werden rund 15 Pinnwände mit je zehn Pins pro Tag empfohlen. Diese müssen aber nicht immer eigene Bilder oder Grafiken sein, sondern können, dürfen und müssen aus Repins bestehen. Dabei sollen die digitalen Moodboards ein bestimmtes Thema, einen Stil und eine einheitliche Farbwelt verfolgen. Je detaillierter die Boards befüllt und vor allem benannt sind, desto lieber werden sie von anderen Nutzern abonniert.
Wer beispielsweise nach Sightseeing in Rom sucht, möchte nicht in einem Board stöbern, welches auch Tipps für den Italienurlaub auf Sizilien beinhaltet. Lieber zwei Pinnwände erstellen und diese thematisch trennen. Dennoch ist es von Vorteil, wenn nur 20 gute Pinnwände als 100 schlecht befüllte Boards von einem Nutzer betreut werden.
Um sich Inspiration nur für sich selber zu holen, hat Pinterest natürlich auch eine Antwort: Secret Boards. Auf Solchen kann man sich Pins nur für sich abspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt von überall her wieder aufrufen. So hat man beispielsweise die Frisurinspiration beim Frisör immer mit dabei und mit einem Klick parat.

Muss ich da jetzt auch mitmachen?
Ob und wie erfolgreich man Pinterst als Privatperson nutzt, ist wie bei so vielem jedem selber überlassen. Aber es ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Entweder man liebt es oder man freundet sich nie mit der neuen Suchmaschine an. Wie lange es dauern wird, bis das Tool aber ganz über den großen Teich zu uns schwappt, ist unklar. Was auf Pinterest aber auf jeden Fall für sich spricht, sind die vielen schönen, visuellen Eindrücke, mit denen jeder auf eine andere Art entscheidet, nach was auch immer er oder sie gesucht hat. Und das ist absolut spannend.

 

 

Photo by NordWood Themes on Unsplash

Madlen Fleisch

Madlen
Fleisch


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