Gimme, gimme, gimme your attention!

09. 08. 2018

Gimme, gimme, gimme your attention!

Werbung auf Social Media funktioniert auf den ersten Blick ganz simpel: Facebook, Instagram & Co. bieten unsere kostbare, neurologisch begrenzte Aufmerksamkeit auf ihren Plattformen großen Konzernen an, die ihre Botschaften in unseren Köpfen verankern möchten – gegen Geld, versteht sich. Dahinter verbirgt sich jedoch ein ausgeklügeltes Marketingsystem, das bei genauem Hinsehen nicht ganz so leicht zu durchschauen ist.

3,9 Millionen Österreicher nutzen Facebook, zwei Millionen Instagram. Es tummeln sich jedoch nicht nur Privatpersonen mehr oder weniger aktiv und interagierend auf den sozialen Netzwerken, sondern auch zahlreiche Unternehmen – bereits im Jahr 2017 gab Facebook bekannt, dass bereits über fünf Millionen Kunden für Werbung bezahlen. Dabei stellt sich für alle die gleiche Frage: Wie kann ich auf Social Media erfolgreich werben?

Ziel Nummer 1: Zielgruppen festlegen

Die Bestimmung der Zielgruppe ist das A und O – sowohl offline als auch online. Um erfolgreiche Marketing-Kampagnen im Social Web zu starten, muss das Unternehmen vorab festlegen, wer mit den Beiträgen angesprochen werden soll. Die werbenden Seitenbetreiber können mit zahlreichen Targeting-Optionen die User-Gruppe eingrenzen, um Streuverluste zu minimieren. Von demografischen Angaben über Interessen, Hobbies und Branchen bis hin zu Berufstiteln von Zielpersonen ist wirklich (fast) alles über Facebook filterbar.

Schnell erfassbar: Bilder und Grafiken

Ist die Zielgruppe erstmals bestimmt, geht es darum, das Interesse und somit die Aufmerksamkeit dieser zu wecken. Jedes Unternehmen hatte andere Anforderungen, jede Zielgruppe andere Erwartungen. Beim Social Media Marketing geht es somit nicht nur darum seine Zielgruppe zu kennen, sondern auch zu wissen, wie man sie punktgenau anspricht. Fotos, Alben, Videos – Visualisierung ist im sozialen Mitmach-Web besonders wichtig, immerhin werden Bilder um das 60.000-fache schneller wahrgenommen als textliche Elemente und rund 90 Prozent der vom menschlichen Gehirn verarbeiteten Informationen sind visuell. Einzigartiger Content fällt auf. Und darum geht es schlussendlich für die Unternehmen: mit gezielten Inhalten aus der Masse herausstechen, um die Aufmerksamkeit der User an sich zu ziehen.

Meer an Werbemöglichkeiten: Die Qual der Wahl

Auf Facebook gibt es drei Möglichkeiten, um Aufmerksamkeit zu generieren: Im ersten Schritt kann das Unternehmen wortwörtlich sein Glück versuchen und probieren, mit gezieltem Content die Target Group anzusprechen – und zwar organisch. Sollte das nicht gelingen, hat Facebook zwei Möglichkeiten des Sponsorings entwickelt:

  • Bei „Facebook-Ads“ handelt es sich um bezahlte Werbeanzeigen, die auf dem ersten Blick zwar klassischen Werbebannern ähneln, jedoch soziale Kontexte zu Facebook-Freunden enthalten können. Ist ein Freund bereits Fan der Seite, so wird das in der Werbeanzeige eingeblendet. Unternehmen erhoffen sich dadurch, ein größeres Vertrauen zu erzielen.
  • „Sponsored posts“ sind im Gegensatz dazu keine Werbeanzeigen, sondern vielmehr erweiterte Nachrichten im Newsfeed. Die Werbemodelle von Facebook greifen auch auf andere Social-Media-Kanäle über. Mittels „Facebook Powereditor“ haben Unternehmen die Möglichkeit, gesponserte Posts gleichzeitig auch auf Instagram zu schalten, um so bereits bestehende Facebook-Anzeigen auf Instagram einzubinden. Das funktioniert auch, wenn das Unternehmen ansonsten nicht auf Instagram vertreten ist.

Mobile Marketing am Vormarsch

Nicht nur unser Nutzungsverhalten der sozialen Netzwerke, sondern auch die Marketingmaßnahmen richtet sich zunehmend mobiler aus. Mit den neuen Werbeformaten sind auch Auswertungen möglich. Die Customer Journey – der Weg vom Wecken des Interesses bis zum Kauf – kann mittels Tracking Tools im Internet einfach nachverfolgt werden. Eines darf jedoch nicht vergessen werden: Ein Like auf Facebook ist keine Währung, Erfolg für Unternehmen tritt erst dann ein, wenn ein Produkt und eine Dienstleistung tatsächlich gekauft werden.

 

Titelbild von Mohamed Hassan bei Pixabay

Teresa Pichler

Teresa
Pichler


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