Social Media Recruiting: Auf der Suche nach den besten Köpfen

02. 05. 2019

Social Media Recruiting: Auf der Suche nach den besten Köpfen

In ganz Österreich und in beinahe allen Branchen haben Unternehmen mit einem steigenden Fachkräftemangel zu kämpfen. Die Gründe dafür sind vor allem im demographischen Wandel zu finden: Zum einen sinken bzw. stagniert die Zahl der Berufseinsteiger/innen – u.a. aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge. Zum anderen steigt die Zahl der Berufssausteiger/innen aufgrund von Pensionierungen. Für Unternehmen heißt das: Das Wettrennen um die besten Köpfe und die Fachkräfte von morgen ist eröffnet. Der Arbeitsmarkt hat sich verändert, die Anforderungen sowohl auf der Seite der Arbeitgeber, als auch der Arbeitnehmer sind heute anders als noch vor 20 Jahren. Millenials erwarten sich von ihrem Job etwas anderes, als ihre Eltern. Das fängt schon bei der Stellenanzeige an. Wo früher Zeitungsinserate, Aushänge an den schwarzen Brettern der Unis oder einfach Mundpropaganda waren, spielt sich das Privatleben heute zu einem wesentlichen Teil online ab. Und wo erreiche ich meine Zielgruppe besser, als an jenem Ort, wo sie die meiste Zeit verbringt – nämlich auf diversen Social Media Plattformen? Hier kommen die Möglichkeiten des Social Media Recruiting ins Spiel.

Auf die richtigen Kanäle setzen

Die Suche nach Fachkräften ist zunehmend eine Querschnittsmaterie aus „Klassischen“ HR-Maßnahmen und der Expertise von Social Media Managern. Dies gilt vor allem für Unternehmen die auf der Suche nach ausgebildeten Fachkräften und Hochschulabsolventen sind. Laut einer Studie der Hochschule RheinMain, würden Unternehmen diese beiden Gruppen am besten auf Social Media erreichen. Doch es gibt einen Haken: Unternehmen und potentielle Arbeitnehmer kommunizieren aneinander vorbei. So gaben die Unternehmen an, Recruitingmaßnahmen vor allem über Xing (90 %), LinkedIn (60 %) und Facebook (68 %) zu nutzen. Die befragten Studierenden gaben ihre Social Media-Aktivität auf Xing (35 % Prozent) und LinkedIn (18 %) als sehr gering an. Facebook, Instagram und Whatsapp haben weitaus mehr Potential, dieses wird aber kaum ausgeschöpft – weil oft die Kompetenz im Unternehmen nicht vorhanden ist. Hier kommen die Social Media- und Content-Manager ins Spiel. Sie wissen wo und wie sie ihre Zielgruppe erreichen, gehören selbst oft der „Generation Y“ an und sprechen die gleiche Sprache die jene Unternehmen, die auf der Suche nach jungen, gut ausgebildeten Fachkräften sind.

Wenig Budget – viel Wirkung

Seit Mitte 2018 ist Facebook in den Ring der Social Media Business Netzwerke eingestiegen und macht mit der Möglichkeit, Stellenanzeigen einzustellen und zu bewerben, LinkedIn und Xing Konkurrenz. Jedes Unternehmen mit einem öffentlichen Profil auf Facebook erhält automatisch die Unterseite für Jobs und Stellenagebote. Die auf Facebook erstellten Stellenanzeigen können individuell gestaltet und beworben werden und mit wenig Budget viel mehr Menschen der richtigen Zielgruppe erreichen, als dies im Printbereich je möglich war. Der große Vorteil ist, dass Interessierte ohne Umwege sofort via Facebook ihre Bewerbung einreichen können – Facebook Jobs erleichtert also nicht nur die Situation für Recruiter sondern auch für Bewerber/innen. Auch der Trend zu Bewegtbild-Recruiting ist ungebrochen und die Zukunft liegt eindeutig im gesprochenen und weniger im geschrieben Wort. Die Möglichkeiten sind endlos. Faustregel Nummer 1 ist aber: Bleib du selbst und sei authentisch. Sucht ein Bauunternehmen einen Baggerfahrer muss in einem Video auch das Arbeitsumfeld und die Tätigkeiten abgebildet werden – und das funktioniert am besten über die Mitarbeiter/innen die bereits im Unternehmen arbeiten. Dieses Potential der bestehenden Mitarbeiter/innen gilt es zu nutzen. Besonders junge Mitarbeiter/innen bringen bereits Social Media Affinität mit, wissen was andere Menschen in ihrem Alter interessiert und auf welchen Kanälen sie erreichbar sind. Gemeinsam mit Kommunikationsprofis und Social Media-Experten gilt es eine Strategie auszuarbeiten, die auf die Zielgruppe zugeschneidert wird und sich von anderen Unternehmen abhebt – denn Individualität geht vor.

Crossmedial denken und umsetzen

Die Suche nach den richtigen Fachkräften beschäftigt auch in Vorarlberg beinahe jede Branche. Das auf Tiefbau spezialisierte Bauunternehmen Rüf, sucht in fast jedem Bereich neue Mitarbeiter/innen. Dazu hat ikp Vorarlberg als langjähriger Partner von Rüf eine Videoserie mit dazu passendem Social Media Konzept umgesetzt. In den Videos stehen die Mitarbeiter des Unternehmens klar im Vordergrund – persönlich und authentisch sollte es sein. Das Ergebnis: Auf Facebook erreichten die Videos im Durchschnitt 55.000 Menschen und mobilisierten zusätzlich Community. Für die Fachgruppe Lebensmittelindustrie der Wirtschaftskammer Vorarlberg wählte ikp einen ähnlichen Ansatz: Eine Videoreihe mit Jobportraits aus unterschiedlichen Unternehmen im Ländle, die nun crossmedial gestreut werden. Von Youtube, über Facebook, Instagram, einer eigens erstellten Website und bezahlten Einschaltungen auf Vorarlbergs größtem Onlinenachrichtenportal ist die Fachkräfteinitative der Lebensmittelindustrie breit vertreten und erreicht so gezielt eine junge Zielgruppe.

Quellen:
Wirtschaftskammer Österreich: Fachkräftemangel in Österreich
Karriere.at: Social Recruiting 2016

Valentina Landl

Valentina
Landl


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