Sorry, it´s fake – Influencer und ihre Glaubwürdigkeit

06. 03. 2019

Sorry, it´s fake – Influencer und ihre Glaubwürdigkeit

Influencer hier, Blogger da. Dass die Super-Stars von heute gerade boomen, ist ja kein Geheimnis. Was aber passiert, wenn eine Marke die Meinungsbildner mal so richtig auflaufen lässt?

Sorry, it´s fake

Wie glaubwürdig sind Influencer denn eigentlich wirklich? Diese Frage stellte sich der amerikanische Schuh-Discounthändler Payless und stellte ausgewählte Blogger vor einen Test. Gemeinsam mit der Werbeagentur DCX Growth Accelerator richteten sie einen Luxus-Pop-up-Schuhstore mit dem Namen Palessi ein. Der Trick dahinter: In den luxuriös gestalteten Regalen, stehen keine hochwertigen Designer Schuhe, sondern Modelle von Payless, die zwischen 20 und 40 Dollar kosten. Während der Ladeneröffnung drehte Payless mehrere Kurzclips und fing damit die ersten Reaktionen der Influencer auf die Schuhe ein. „640 Dollar würde ich für die Schuhe bezahlen“, „Gekauft für 400 Dollar“ – Das waren die Preiseinschätzung der anwesenden Gäste. Die Auflösung und dadurch schockierten Gesichter gibt es hier zu sehen. Das soziale Experiment soll zeigen, wie leicht man sich von einer schönen Verpackung und einem wohlklingenden Namen täuschen lassen kann. Ob und wie dieser „Prank“ die weitere Arbeit der Influencer oder auch die Richtlinien der Unternehmen und Marken beeinflussen wird, ist abzuwarten.

Vom Niemand zum Stardesigner

Ein perfektes Beispiel für die Mogelpackung Modewelt ist eine Reportage von Vice.
Wie sich der Reporter Oobah Butler mit einer „No-Name-Marke“ an die Spitze der Pariser Fashion Week geschummelt und so die Crème de la Crème der Fashion-Gurus veräppelt hat, zeigt der passende Video-Beitrag.

Mogelpackung oder nicht – Wie erkenne ich, dass ein Influencer glaubwürdig ist:

  • Je mehr Follower desto besser? Nein, gerade kleine Meinungsbildner mit „weniger“ Follower (bis zu 10.000) haben mehr Einfluss bzw. oft eine sehr starke Community, die wirklich interessiert am Content und den Inhalten ist.
  • Interaktion: Kommentare unter Postings von Influencern zu lesen hilft, herauszufinden ob und was unter einem Bild passiert. Was kommentieren die Follower? Gehen sie auf Inhalte ein und wie interagiert der Influencer mit seinen Fans? Passt das Auftreten zur eigenen Marke?
  • Storys verfolgen: Vor einer Kooperation, sollte man sich einen potentiellen Influencer genau ansehen. Über die Postings und Inhalte erhält man einen Überblick über die Themen, die der Blogger anspricht. Gerade aber die Instagramstories sind sehr spannend um zu sehen wie die Person wirkt, redet oder auch Content verpackt.
  • Professionalität: Wenn sich ein Partner für eine Kooperation herauskristallisiert hat, ist die Kontaktaufnahme der weitere Schritt. Es kann aber vorkommen, dass der Blogger nicht sofort antwortet. Bitte hier nicht gleich die Geduld verlieren, oft sind gerade kleine Influencer voll berufstätig und müssen sich, wie jeder andere, um einen „normalen“ Job kümmern. Nachrichten können so erst in der Freizeit beantwortet werden. Also wichtig: Hier keine voreiligen falschen Schlüsse ziehen. Fällt die Kommunikation anschließend professionell aus – definitiv ein Pluspunkt.
  • Kennzeichnung: Jeder Meinungsmacher muss bezahlte Kooperationen kennzeichnen. Sollte dies nicht so sein, ist das unprofessionell und von einer Kooperation ist abzuraten.

Fazit:
Auch wenn Medien über die Social Media Stars gerne kritisch berichten, sind sie nicht umsonst so erfolgreich. Eine gut abgestimmte Kooperation, mit dem richtigen Meinungsmacher bringt einer Kampagne den gewünschten Boost und zusätzlich Aufmerksamkeit, da die junge Zielgruppe erreicht wird.
Wir sagen: Go for Influencer!

Katharina
Enderle


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