Trends unter der Lupe

11. 05. 2018

Welche Kommunikationstrends hält das Jahr 2018 bereit und welche davon könnten das PR-Handwerk nachhaltig verändern?

Mit Kommunikationstrends verhält es sich wie mit der Mode: Manche must-haves der Vorsaison sind nicht mehr angesagt, die Klassiker bleiben bestehen. Für die PR heißt das übersetzt: Die regelmäßig für tot erklärte Presseaussendung erfreut sich großer Beliebtheit und das klassische Mediakit wurde noch nicht durch die VR-Brille ersetzt.
Trotzdem müssen Kommunikationsexperten ein wachsames Auge auf Trends werfen, um nicht als PR-Zombies über das Parkett der schnelllebigen Branche zu wandeln. Viele Entwicklungen halten nämlich Chancen für die Branche bereit.

Schulterschluss von PR und Marketing

Der Global Communication Report 2017 zeigt, dass knapp die Hälfte der PR-Spezialisten und über 60 Prozent der Marketing-Entscheider ein stärkeres Zusammenwachsen ihrer beiden Felder in den nächsten fünf Jahren sehen. Vor diesem Hintergrund sollten sich die Kommunikationsstrategen auf eine gemeinsame Zielsetzung einigen. Mit einer Kommunikationsstrategie, welche die Ziele aller Beteiligten verfolgt, wirkt die gesamte Unternehmenskommunikation wie aus einem Guss.

Thought Leadership jenseits der Chefetage

Brand Building und Thought Leadership waren lange Zeit Sache von CEOs und CMOs. Diese treten als Meinungsführer in sozialen Netzen, Medien und Diskussionsrunden auf und tragen die Positionen ihrer Unternehmen nach außen. Allerdings geht der Trend weg von der Führungs- und hin zur mittleren Ebene. Advocacy PR muss authentisch sein, und die eigenen Mitarbeiter sind einflussreiche Influencer. Für die PR ist das ein positiver Trend: Mehrere Personen, die die Markenentwicklung nach außen tragen, bieten mehr Möglichkeiten für die Erstellung und Verbreitung von Content und eröffnen Kontaktmöglichkeiten zu neuen Zielgruppen.

Quantitative Messung alleine nicht zielführend

Natürlich geben ROI Metriken und KPIs wie Page Views oder Clipping-Zahlen Aufschluss darüber, ob eine Zielgruppe erreicht wurde oder nicht. Allerdings ist nicht jeder Aspekt der Kommunikation quantitativ messbar. Änderungen in den Einstellungen der Zielgruppe, Vertrauenssteigerungen oder Vorlieben lassen sich nur im persönlichen Kontakt, durch Fragebögen oder Fokusgruppen feststellen. Damit überhaupt Erfolge gemessen werden können, gilt: Zuerst Strategie, dann Taktik. PR-Verantwortliche setzen Taktiken ein, um die von ihnen gesetzten qualitativen Ziele zu erreichen. Für die Entwicklung einer geeigneten Strategie muss bereits viel früher angesetzt werden: Mit einem steten Auge auf die rasanten Entwicklungen und einem Gespür dafür, welche Trends wirklichen Mehrwert bieten.

 

Titelbild von John Allen bei Unsplash.

David Sievers

David Sievers


Weitere Neuigkeiten

Der Datenschutz in Unternehmen: Social Media und Marketing

Der Datenschutz in Unternehmen: Social Media und Marketing

25. 05. 2018

Die EU-Datenschutzverordnung ist in aller Munde. Expertin Isabel Frankenberg erklärt im Gastkommentar, wie Unternehmen Social-Media-Marketing dennoch nutzen können.

mehr lesen
Hurra, die neue PRspektiven-Ausgabe ist da!

Hurra, die neue PRspektiven-Ausgabe ist da!

23. 05. 2018

Kann B2B-Kommunikation sexy sein? Und wenn ja, wie? Die Antwort finden Sie in der sechsten Ausgabe des ikp-Magazins - gleich hier kostenlos bestellen.

mehr lesen
Porno-PR – und was wir davon lernen können

Porno-PR – und was wir davon lernen können

22. 05. 2018

Dank guter Öffentlichkeitsarbeit ist Pornhubs Kommunikation nicht schmuddelig, sondern im besten Sinn anregend.

mehr lesen
Photoshop-Fails – wenn die Macht der Bilder zurückschlägt

Photoshop-Fails – wenn die Macht der Bilder zurückschlägt

18. 05. 2018

Politiker tun es, Mariah Carey auch, Kim Kardashian sowieso. Unüberlegt retuschierte Bilder können Shitstorms auslösen und das Image schädigen. Die Macht ...

mehr lesen
Schlechter Content ist schädlich

Schlechter Content ist schädlich

16. 05. 2018

Schlechter Content bringt nicht nur nichts – er ist schädlich!

mehr lesen
Pressefreiheit: Ein trauriges Resümee

Pressefreiheit: Ein trauriges Resümee

03. 05. 2018

Reporter ohne Grenzen hat die Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht. Die Lage hat sich in keiner anderen Region so stark verschlechtert wie in Europa.

mehr lesen
nach oben
IKP