Unternehmenskommunikation durch/ mit Wikipedia

26. 08. 2019

Unternehmenskommunikation durch/ mit Wikipedia

Wikipedia gilt als eine der beliebtesten Wissensquellen schlechthin, unzählige Nutzer informieren sich tagtäglich in der Online-Enzyklopädie über Unternehmen, deren Produkte oder Themen.

Wikipedia in Zahlen

Jeder von uns, egal ob Schüler, Student oder Vorstandsmitglied, hat bereits einmal in seinem Leben einen Wikipedia-Beitrag zu Rate gezogen. Und nicht von ungefähr: die Beiträge beschönigen, dank dem Grundsatz der Neutralität und Faktentreue, nichts. Laut Statista gab es zum Stichtag, den 6. Juni 2019 über alle verfügbaren Sprachen hinweg rund 50,4 Millionen Wikipedia-Artikel. Im Januar 2018 wurden beispielsweise durchschnittlich 12.963 neue Beiträge pro Tag veröffentlich von circa 6.000 mehr oder weniger aktiven Autoren. Die freie im Kollektiv erstellte Enzyklopädie gehört zu den Top Five der meistaufgerufenen Websites weltweit und die Beiträge scheinen oft bereits auf den ersten Plätzen der Google Suchergebnisse auf. Wenig überraschend also, dass sich Unternehmen und CEOs gerne mit einem eigenen Wikipedia-Eintrag in der Wissensbibliothek sehen. Oder auch schnell mal ins Schwitzen geraten, denn ein Artikel auf Wikipedia kann ein zweischneidiges Schwert sein.

Wikipedia-Einträge beschönigen nichts

Ein Grundpfeiler des online Nachschlagewerks ist Neutralität. Das bedeutet, ist ein Thema, ein Unternehmen oder eine Person relevant und erfüllt die Einschlusskriterien von Wikipedia, gibt es einen Eintrag – mit allen relevanten Inhalten, den positiven sowie den negativen! So hatte etwa Volkswagen mit einem eigenen Eintrag über den Abgasskandal 2015 zu kämpfen. Die Vorteile eines Wikipedia-Beitrags sind dennoch mehr als einladend: sie erscheinen immer innerhalb der ersten paar Suchergebnisse und das entgegengebrachte Vertrauen an die Artikel bzw. die Website ist enorm. Das kann sich positiv auf die Sichtbarkeit der eigenen Website auswirken (Stichwort: Backlinks) und natürlich, wenn der Beitrag frei von Skandalen ist, das entgegengebrachte Vertrauen der Leser an Unternehmen, Produkten oder Personen stärken.

Wikipedia ist kein Wunschkonzert

Zu allererst müssen die umfassenden Einschluss- bzw. Relevanzkriterien erfüllt werden, die sich je nach Themengebiet unterscheiden können oder Sonderbestimmungen haben. Diese werden erfüllt? Ausgezeichnet. Allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass ihr Beitrag so publiziert wird, wie sie es gerne hätten. Denn Wikipedia-Einträge gehören nicht zum Werbeeigentum des jeweiligen Unternehmens oder Person. Wenn sie also etwas für Wikipedia schreiben wollen, müssen sie sicher sein, dass ihr Text absolut neutral ist. Begriffe wie „weltweit führend“, „einzigartig“ – gern genutzte Marketingfloskeln – haben in einem Beitrag für Wikipedia nichts zu suchen. Nicht nur Wörter und Begriffe müssen kompromisslos neutral sein, auch die Darstellung des Themas oder Unternehmens muss dem Grundprinzip der Neutralität untergeordnet sein. Ist das nicht der Fall, dann droht die Löschung des Eintrags und zwar bereits innerhalb weniger Minuten. Sich als Unternehmen oder Person ins beste Licht rücken, funktioniert auf Wikipedia nicht. Nicht nur, dass neue Beiträge geprüft, gestrichen oder von anderen Nutzern abgeändert werden können, auch ältere Beiträge werden laufend aktualisiert, um den Grundsatz der Faktentreue zu erfüllen.

Schwarze Schafe

Die Gebote der Neutralität und Faktentreue gehören, wie Transparenz, zu den Grundpfeilern von Wikipedia. Und auch wenn die Versuchung groß ist, sollten Unternehmen auf keinen Fall verdeckt operieren. Wer für Wikipedia schreiben will, sollte das auch so kommunizieren und sich ein Benutzerkonto anlegen. Die Anmeldung kann mit dem eignen Namen, Nick-Namen oder dem Firmennamen erfolgen. Auch verifizierte sind möglich. Es empfiehlt sich Unternehmenszugehörigkeiten offenzulegen: wenn die Wikipedia-Community nämlich den Firmenhintergrund eines Accounts herausfindet, und dies ist dank IP-Adresse leichter als gedacht, ist Ärger vorprogrammiert.

Wie kann ikp helfen?

Besonders die deutsche Ausgabe der Wikipedia legt Wert auf Belege. Deshalb ist es von Anfang an entscheidend, mögliche Quellen zu suchen und festzuhalten. Aber Achtung, bei der Auswahl der richtigen Quellen ist Vorsicht geboten. Beispielsweise dürfen andere Wikipedia-Beiträge, unternehmensinterne Dokumente, die eigene Website oder persönliche Erlebnisse nicht als Beleg herangezogen werden. Die Recherche ist nicht nur das A und O jedes Eintrages, sondern nimmt auch viel Zeit in Anspruch. Zudem sind die Stilvorgaben für Tonalität und Sprache streng und müssen penibel eingehalten werden, um überhaupt eine Chance auf einen eigenen Beitrag zu haben.

Und genau hier kommt ikp ins Spiel: wir kennen die Stilvorgaben und wissen genau, was Wikipedia gefällt oder was nicht. Wir wissen aber auch, die Vor- und Nachteile eines eigenen Wikipedia-Beitrages abzuschätzen und können Ihnen beratend zur Seite stehen.

Jacqueline Kronegger

Jacqueline
Kronegger


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