Warum Strategie nicht aus der Mode kommt

Symbol video 27. 11. 2019

Warum Strategie nicht aus der Mode kommt

Eine gute Strategieentwicklung ist ein gelungener Dialogprozess, meint Andreas Rath, Geschäftsführer von Brains and Games Unternehmensberatung. Der Strategie-Experte gibt uns im ikp PRspektiven Talk einen Einblick in seine Arbeit und verrät, worauf es bei der Entwicklung einer neuen Strategie zu achten gilt.

Schon die alten Römer waren sich im Kampf bewusst, dass für den Sieg eine ausgetüftelte Strategie nötig ist. Wenn nicht alle am selben Strang zogen und zweckgerichtet und koordiniert auf dasselbe Ziel hinarbeiteten, hatte das fatale Folgen. Seit der Antike hat sich einiges geändert. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, geprägt von der digitalen Transformation. Man könnte vermuten, dass Strategieentwicklung ein überholtes, zu langsames, nicht mehr zeitgemäßes Konzept ist – das Gegenteil ist aber der Fall. Gerade in einem dynamischen Umfeld ist eine langfristige Strategie wesentlich, um Perspektive und Zukunfts-Orientierung zu bieten. Gleichzeitig braucht eine Strategie Flexibilität und sollte nicht als isoliertes, langwieriges Sonderprojekt betrachtet werden. Im Idealfall stellt die Strategie einen Dialog dar, der mit zukunftsorientierten Methoden zu neuen Lösungen führt.

Die Strategieentwicklung auf eine breite Basis stellen

Ein Irrglaube ist, dass an der Strategieentwicklung ausschließlich Führungskräfte beteiligt sind, die über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg entscheiden. Das ist der Knackpunkt: auch hier müssen alle an einem Strang ziehen und eingebunden sein, um die Ziele zu erreichen. Dafür braucht es aber ein kollektives Problembewusstsein: Das gesamte Team muss wissen, warum es eine neue Strategie braucht und warum gerade jetzt. Erst wenn alle mit an Bord sind, kann man die Strategie gemeinsam erarbeiten. Je mehr das Team involviert ist, desto eher ist jeder bereit, Energie in die Umsetzung der neuen Strategie zu investieren.

Der Blick sollte sich aber nicht nur nach innen in das Unternehmen hinein richten, denn es ist ja kein von der Umwelt abgekapseltes System. Jeder, der mit dem Unternehmen in Verbindung steht, sollte mit in die Strategieentwicklung bedacht werden – ob das nun Fördergeber, Kunden, Lieferanten, Mitbewerber oder der Gesetzgeber ist – das Augenmerk muss sich auf die relevanten Stakeholder richten.

Ein klarer Rahmen für die Entwicklung einer Strategie bietet ein Gerüst, an dem man sich orientieren kann. Zu Beginn sollten Unternehmen klar festlegen, welche Dinge verändert werden dürfen und sollen und welche Dinge gesetzt und damit unabänderlich sind. Zudem sollte klar kommuniziert werden, wie die neue Strategie umgesetzt werden kann, welche zeitlichen, personellen oder monetären Ressourcen dafür zur Verfügung gestellt werden.

Einbettung in die Mission

Damit die Strategie die Beteiligten packt und begeistert, muss sie einen klaren Zweck verfolgen – die Ziele müssen für jeden schlüssig sein. Vorstellen kann man sich das so: Die Ziele der Strategie sind das „Was“, während die Strategie selbst das „Wie“ ist – und die Mission beantwortet die Frage „Warum“. Bei der Strategieplanung wagt man immer auch einen Blick in die Zukunft, denn man verfolgt in der Regel Ziele, die zum Zeitpunkt der Strategieplanung noch nicht Status Quo sind. Nicht nur die Einbettung in die Mission, die Antwort auf die Frage „Warum“, sondern auch eine erkennbare Vision ist für das Gelingen der Strategieplanung erforderlich. Dann entwickelt die Strategie für die Menschen einen Sog und ermöglicht ein langfristig gutes, gemeinsames Ergebnis.

 

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Titelbild von Rolleiflex Graphy bei Unsplash

Rebecca Chromy

Rebecca
Chromy


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