Wenn Familienfreundlichkeit wirtschaftlich ist

13. 06. 2018

Wenn Familienfreundlichkeit wirtschaftlich ist

ikp Vorarlberg gewinnt zum zweiten Mal den Staatspreis „Familienfreundlichster Betrieb“ und zeigt der Branche damit einen anderen, erfolgreichen Weg.

Zugegeben: Work-Life Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind in der Kommunikationsbranche eher unüblich – leistungsorientiertes Arbeiten, Einhalten von Deadlines oder Eigenverantwortung gehören aber sehr wohl zum Alltag. Dass die Kombination funktioniert, zeigen wir in Vorarlberg seit vielen Jahren. Nach 2012 gewannen wir dieses Jahr ein weiteres Mal den Staatspreis „Familienfreundlichste Betriebe Österreichs“. Diese Auszeichnung macht mich stolz. Denn einerseits zeigt sie, dass eine familienbewusste Personalpolitik und wirtschaftlicher Erfolg keine gegenseitigen Hindernisse sind, sondern ganz im Gegenteil: Familienfreundlichkeit trägt wesentlich zur Wirtschaftlichkeit bei. Denn seit dem letzten Staatspreis 2012 haben wir doppelt so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und auch der Umsatz hat sich natürlich dementsprechend entwickelt. Andererseits arbeiten wir zusammen am Unternehmenserfolg und gehen bewusst einen anderen Weg als in der Branche üblich. Das ist die Zukunft. Dass wir nun österreichweit das erste Unternehmen sind, das diesen Staatspreis das zweite Mal gewinnt, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Maßnahmen, die Vertrauen schaffen

Was bedeutet familienfreundlich für uns? Die Basis ist Vertrauen und ein faires, beidseitiges Geben und Nehmen. Im Detail: Bei uns sorgen eine Vielzahl an Maßnahmen dafür, dass unsere 13 Mitarbeiter/innen ihre beruflichen Chancen uneingeschränkt nützen und Familie und Beruf vereinbaren können: flexible Arbeitszeitmodelle, die auf Betreuungszeiten und familiäre Bedürfnisse abgestimmt sind, Jobsharing, ebenso wie Vertrauensarbeitszeit. Es ist das Vertrauen gegeben, dass jeder seine privaten und beruflichen Termine selbst zum Wohl beider Seiten koordiniert. Hier machen wir auch keinen Unterschied zwischen jenen, die Eltern sind und jenen, die keine Kinder haben. Denn auch Letztere haben schlussendlich eine Familie.

Motivierte Mitarbeiter/innen – zufriedene Kunden

Umgekehrt kann ich mich auf meine Mitarbeiter/innen verlassen, auch wenn ich sie auch mal neben der regulären Arbeitszeit brauche. Für karenzierte Kolleg/innen bieten wir Weiterbildungsseminare, geringfügige Beschäftigung, Projektarbeit und Heimarbeitsplätze. Während der Karenzzeit bricht der Kontakt nicht ab, zu internen Treffen und Fortbildungskursen werden sie eingeladen, was den Wiedereinstieg erleichtert. Mit der Möglichkeit, bei Betreuungsengpässen die Kinder auch mit in den Betrieb zu nehmen oder von zuhause aus zu arbeiten, unterstützen wir sie bei der Organisation der Kinderbetreuung und helfen auch bei der Suche nach Betreuungsplätzen. Die Familienorientierung ist in unserem Leitbild verankert. Verständnis für familiäre Anliegen und Rücksichtnahme sind wichtige Faktoren, die die Motivation fördern und das spüren auch unsere Kunden.

Hintergrund: Staatspreis „Familienfreundlichste Betriebe Österreichs“

Das Bundeskanzleramt zeichnet mit dem Staatspreis österreichische Unternehmen und Institutionen für besonders herausragende Leistungen im Bereich familienbewusster Personalpolitik aus. Bereits im Jahr 2012 erhielt ikp Vorarlberg den Staatspreis „Familienfreundlichster Betrieb Österreichs“ in der Kategorie Kleinbetriebe. Auch heuer bestimmte eine Expertenjury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf Basis der Fragebögen und Gesprächsprotokolle die Preisträger unter den Landessiegern.

Martin Dechant

Martin
Dechant


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